Infomail Zollfreie
Nr. 83
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 19. Juli 2006
Liebe FreundInnen des untergehenden Auenparks an der Wiese,
diese Infomail enthält drei Gliederungspunkte:
1. Zur Lage
2. Adi in Russland inhaftiert
3. Weitere Termine
Zu 1. Zur Lage
Das grosse Wunder ist nicht eingetreten. Die politisch Verantwortlichen
haben weniger Flexibilität bewiesen als erhofft. Sie schlugen private
Spenden in Höhe von aktuell 7 Mio CHF und voraussichtlich noch 3 Mio
mehr aus und unterliessen, die Maschinerie zu stoppen. Verschalungen
für den Brückenbau über die Wiese liegen inzwischen bereit, und Beton
wird ausgegossen.
Viele ungezählte kleine Wunder haben sich in den letzten Jahrzehnten
ereignet, für die wir alle dankbar sind. Am denkwürdigen Tag von
Räumung und Rodung riskierten viele eine Strafe dafür, das Richtige
getan zu haben; Adi und Michael werden noch immer verfolgt. Viele gute
Freundschaften sind entstanden, die die Zeit aktiven, gemeinsamen
Widerstands überdauern werden. Wir danken dem langen Atem vieler, die
sich jahrzehntelang für den Erhalt des Auenparks eingesetzt haben.
Viele untermauerten mit ihrem persönlichen Lebensstil die Echtheit
unseres Einsatzes für andere Formen von Mobilität. Wir danken den
PolitikerInnen, die für unser aller Anliegen ihr Gewicht und ihre
Popularität in die Waagschale geworfen haben, z.T. auch gegen die
Mehrheitsmeinung in ihren Fraktionen oder Parteien. Ohne die diversen
Organisationen, die uns logistisch, personell und finanziell zur Seite
standen, wären wir nicht so weit gekommen. Unser Dank schliesst
Menschen ein aus Basel-Stadt, die mehrheitlich für den besseren Schutz
des Auenparks gestimmt hatten, und aus Lörrach, die - aus einer
Minderheitenposition heraus - grenzüberschreitend die Wiese erhalten
und nicht erst zerstören wollten, um sie anschliessend wieder
renaturieren zu können. In guter Erinnerung bleiben sicher auch die
vielen künstlerischen Beiträge in der Landschaft und vor Ort bei den
Zeltcamps. Ohne das grosse Interesse der Medien hätten wir unser
Anliegen nicht derart umfassend in der Öffentlichkeit zum Thema machen
können. Der juristische Einsatz gegen die Rodung am Schlipf verschaffte
der Landschaft und uns eine Verschnaufpause. Auch für diverse Gutachten
sind wir JuristInnen auf beiden Seiten der Grenze dankbar. Unzählige
Einzelpersonen standen uns mit Zeit-, Geld-, Ideen- und Gedankenspenden
hilfreich zur Seite. Einige machten den Auenpark monatelang zu ihrem
persönlichen zentralen Lebensinhalt und -mittelpunkt. Last but not
least fastete Martin selbstlos für die gute Sache, setzte sich damit
auch der Kritik aus, ermöglichte dadurch aber viele Dinge erst.
Mit Darryl Hannah, u.a. bekannt als Elle Driver aus Quentin Tarantinos
Kill Bill I, trat vor kurzem übrigens eine Schauspielerin in die
Fussstapfen von Michael und Adi und harrte mehrere Tage lang auf einem
kalifornischen Baum aus.
Zu 2. Adi in Russland inhaftiert
Adi hatte sich im Juni zusammen mit zwei deutschen Studierenden mit dem
Fahrrad von Berlin nach St. Petersburg aufgemacht und wurde am Ziel noch
vor Beginn des G8-Gipfels zusammen mit seinen Mitradlern verhaftet.
Allen und noch hunderten weiteren Inhaftierten wird Urinieren in der
Öffentlichkeit vorgeworfen - ein in dieser Pauschalität offensichtlich
fadenscheiniger Vorwurf, zumal Adi dabei nicht auf frischer Tat ertappt
worden sein kann, denn er wurde früh morgens aus einer Wohnung
abgeführt. Auf dieses Delikt steht in Russland nicht etwa eine
Geldstrafe, sondern stehen ca. zehn Tage Haft. Die Versammlungsfreiheit
wird dadurch eingeschränkt, dass diejenigen, von denen erwartet wird,
dass sie sich gegebenenfalls in der Zukunft versammeln, prophylaktisch
eingesperrt werden. "Deutsche Regierungskreise hatten die Verhaftung
[...] vor Beginn des G8-Gipfels als 'sehr ärgerlich' bezeichnet und
darauf hingewiesen, dass derartige Fälle das von Putin gezeichnete Bild
Russlands als ein für Kritik offenes Land belasten."
(
http://www.aktuell.ru/russland/news/verhaftete_deutsche_g8_gegner_wieder_freigelassen_15106.html)
Adi wird in Haft kein direkter Kontakt zu seiner Familie gewährt.
Im Gegensatz zu Adi kamen seine beiden Mithäftlinge inzwischen frei.
Wer Adi unterstützen möchte, kann sich an die Russische Botschaft -
Ambassade Russie, Federation, Chancellerie: Brunnadernrain 37, CH-3006
Bern, case postale, CH-3000 Bern 15, Tel +41 31 352 05 66 et +41 31 352
64 65, Fax +41 31 352 55 95 wenden.
Zu 3. Weitere Termine
- Sr. Demas, vielen von Euch von den Z'Vieris und von Räumung und
Rodung bekannt, wird Basel verlassen und lädt daher am Samstag,
22. Juli ab 13 Uhr zu einem Abschieds-Hock ein. Bei schönem Wetter
findet dieser an der grünen Grenze an der Wiese statt, sonst in
der Schule für allg. Krankenpflege, Lukas-Legrand-Str. 4, Basel.
- Die Zollfrei-Z'Vieris finden, Tamara sei Dank, bis aus weiteres
wöchentlich statt, damit wir uns nicht aus den Augen verlieren.
- Die interreligiösen Meditationen in der Leonhardkirche finden bis
auf weiteres wöchentlich sonntags ab 8Uhr, dienstags ab 18Uhr und
freitags ab 12Uhr für die Dauer von jeweils ca. einer Stunde statt.
Bis irgendwann einmal wieder,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 82
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 7. Juni 2006
Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,
fast zeitgleich mit der Errichtung der Behelfsbrücke über die Wiese
schlugen gestern BefürworterInnen des Erhalts des Auenparks an der
Wiese unorthodox eine stark fundierte Brücke zu den BefürworterInnen
der Zollfreistrasse.
Diese Infomail enthält Information zu
1. "Gemeinsam pro Wiese-Tunnel" und
2. Veranstaltung am 17. Juni, 15 Uhr
Zu 1. "Gemeinsam pro Wiese-Tunnel":
Angesichts der schweren Einsicht, dass die Chancen, die Zollfreistrasse
zu verhindern, spätestens seit der Räumung und Rodung drastisch
schwanden, aber auch angesichts des dokumentierten Mehrheitswillens der
Baselstädtischen Bevölkerung, den Auenpark schützen zu wollen,
habe sich das Komitee "Gemeinsam pro Wiese-Tunnel" gegründet, das sich
für die Realisierung der Strasse als bergmännisch gebautem Tunnel von
Grenze zu Grenze einsetze und damit einen Kompromiss anstrebe, der
sowohl die GegenerInnen der Zerstörung des Auenparks als auch die
BefürworterInnen der Zollfreistrasse zu GewinnerInnen mache.
Kompromisse seien für viele ihrer TrägerInnen schmerzlich, in diesem
Fall gehe es aber darum, dass die einzige realistische Alternative zum
Tunnel der teils überirdische Bau der Strasse wäre - die Strasse ganz
zu verhindern, schiene unmöglich.
Das Komitee handelt in letzter Minute, aber dafür mit voller Kraft
voraus. Bevor es gestern erstmals an die Öffentlichkeit trat, wurden
monatelang hinter ungewöhnlich verschlossenen Türen Gespräche mit
Lokal-, Regional- und BundespolitikerInnen auf deutscher und
schweizerischer Seite geführt. Das Komitee kümmert sich aktiv um die
Finanzierung der Mehrkosten der Tunnelvariante und konnte gestern schon
Privatspenden in Höhe von 4 Mio CHF und eine Spendenzusage von 2 Mio
CHF mitteilen. Es rechnet ferner mit einem wesentlichen Beitrag durch
den Kanton, der die Tunnelvariante samt namhafter Beteiligung an den
Mehrkosten vor gut einem Jahr bereits als Angebot Deutschland
unterbreitet hatte (siehe Infomail Zollfreie Nr. 57). Das Komitee rief
zu weiteren Privatspenden für die Tunnelvariante auf.
Das Komitee setzt sich nicht nur einfach für eine alte Idee ein,
sondern bewirbt das Gesamtprojekt "Phoenix", das aus verschiedenen
Gründen reizvoll ist:
* Erhalt des Grünstreifens Tüllinger Berg - Lange Erlen
* Beendigung der jahrzehntelangen GegnerInnenschaft zwischen
Fürsprechenden der Zollfreistrasse und Fürsprechenden des
Auenparks.
* Die Trägerschaft ist viel breiter aufgestellt als diejenige
der bisherigen Akteure.
* Die Mehrkosten eines Tunnels führen nicht zu Mehrausgaben
Deutschlands.
* Ein bergmännisch vorgetriebener Tunnel behebt Sorgen um
Trinkwasser und Hangrutsch und verhindert etwaige Verzögerungen
durch noch nicht abgeschlossene Enteignungsverfahren.
* Die Tunnellösung führt nicht zu einer nennenswerten Verzögerung
der Eröffnung der Zollfreistrasse.
* Das Komitee konnte glaubhaft versichern, dass es sich um einen
ernsthaften Kompromiss handelt, nicht etwa um einen weiteren
Versuch, nach neuen Wegen der blossen Verzögerung zu suchen.
Die positiven Rückmeldungen auf diese Initiative aus diversen
politischen Kreisen können der Presse entnommen werden.
Die Realisierung der Zollfreistrasse als Tunnel führe dazu, dass "auf
Generationen hinaus kein Schandmal, sondern ein Denkmal regionaler
Kooperation und Verständigung entsteht", wie das Komitee schrieb.
Zu 2. Veranstaltung am 17. Juni, 15 Uhr:
Am 17. Juni wird Barbara Kümel ab 15 Uhr einladen zu einem
Seidenmarionettenspiel des irischen Elfenmärchens "Fingerhütchen". Es
findet vor dem Z'Vieri an der Wiese statt.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 81
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 2. Mai
Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,
wie am 15. März bereits mitgeteilt werden wir pünktlich drei Monate
nach der Räumung des Auenparks am 6. Februar am Samstag, 6. Mai 2006,
nach dem Z'Vieri ein Treffen für alle veranstalten, deren Personalien
seinerzeit polizeilich erfasst worden sind. Wir bieten an, über die
Vorgänge zu reden, gemeinsam Photos auszutauschen und das weitere
Vorgehen bei Eingang etwaiger Strafbefehle zu koordinieren.
Dazu wird es ab etwa 17.30Uhr im Landgasthof Riehen Gelegenheit geben
(direkt an der Tramhaltestelle Riehen Dorf gelegen und vom Z'Vieri aus
auch gut zu Fuss erreichbar).
Weitere Termine:
* Barbara Kümel, baumkundige Künstlerin, lädt am Samstag, 6. Mai
2006, zur Wanderung "Bäume erkennen und erleben" entlang der Wiese ein.
Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Tramstation Eglisee. Die Wanderung
wird gegen 16 Uhr am Z'Vieri enden. Unkostenbeitrag CHF 12 (Erwachsene)
und CHF 7 (Kinder). Für RoZlerInnen wird die Teilnahme kostenfrei sein.
Bitte meldet Euch an bei +41765102828 oder mailto:bkuemel@gmx.ch.
* Die Zollfrei-Z'Vieris finden bis auf weiteres jeden Samstag ab 16Uhr
an der Wiese statt.
* Entgegen den Angaben in der letzten Infomail finden auch weiterhin
interreligiöse Meditationen in der Krypta der Leonhardskirche statt,
und zwar an folgenden Tagen und zu folgenden Zeiten: Jeden Sonntag von 8
bis 9 Uhr, jeden Dienstag jeweils von 18 bis 19 Uhr und jeden Freitag
jeweils von 12 bis 13 Uhr.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 80
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 16. April
Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,
Barbara Kümel, baumkundige Künstlerin, und Luitgard Bohn-Tshiang,
Naturpädagogin, laden Euch für Dienstag, 25. April 2006, zum
Internationalen Tag des Baumes an die Wiese ein ("Andere Feiertage
stehen für das Vergangene - der Tag des Baumes steht für die Zukunft."
- Julius Sterling Morton, der diesen Tag eingeführt hat). Das
Programm steht unter dem Motto "Baum heilt Mensch heilt Baum" und ist
voraussichtlich wie folgt:
10 Uhr: Eröffnung am Primel-Regenbogen an der Wiese
11 Uhr: Baumkunde
14 Uhr: Kasperle-Theater
15 Uhr: Baumkunde
durchgängig: Singen, Malen, Tanzen, Kuchen, Tee, Most.
Barbara und Luitgard suchen noch händeringend nach Helfenden und freuen
sich über Kuchenspenden. Bitte meldet Euch bei +41613311829 oder
bkuemel@gmx.ch. Barbara freut sich auch über Besuch in ihrem
Atelier im Gundeldinger Feld, Halle 1, etwa zum Puppenspiel am Sonntag,
23.April, oder zur Märchenstunde am Montag, 24. April.
Am 9. Februar hatte ich Euch darüber informiert, dass diejenigen von
Euch, die Hab und Gut bei der Räumung des Wiesegeländes zurücklassen
mussten, es bitte bei Urs Rinklin am Schlipf bis Fastnacht abholen
mögen. Urs lagert immer noch Dinge von Euch ein - bitte meldet Euch
rasch bei ihm, sonst werden sie einem guten Zweck zugeführt.
Weitere Termine:
- Die Meditationen in der Leonhardskirche finden nur noch bis Ostern
statt.
- 22. April 2006, 20 Uhr: Martin Vosseler: "Wundermythen in einer
Wendezeit", Kulturwerkstatt Dreiländereck
http://www.kulturwerkstatt-dreilaendereck.de/,
Riesstrasse 4, Lörrach (beim Senigalliaplatz unweit des
"Haupt"-Bahnhofs). Eintritt in freiwilliger Höhe.
- 25./26. April 2006 am Claraplatz, Basel: Mahnwache
20 Jahre Tschernobyl, veranstaltet von PSR/IPPNW Schweiz (ÄrztInnen
für Soziale Verantwortung / gegen den Atomkrieg). Mit dem AKW
Fessenheim in der nächsten Nähe hat die Erinnerung an Tschernobyl
auch hier bei uns ganz konkrete Bedeutung. Es finden ferner Konzerte,
eine Podiumsveranstaltung und ein Marsch nach Kaiseraugst statt.
Weitere Informationen: http://www.tschernobyl-mahnwache.ch.vu/.
- 13. Mai 2006, 10.15 bis 16.30Uhr: Forum: Austausch und Vernetzung
verkehrspolitischer Gruppen von umverkehR http://www.umverkehr.ch/.
Forum für Zeitfragen, Leonhardskirchplatz 11, Basel
(10 Minuten vom Bahnhof SBB, Tram 8 oder 11 bis zum Barfüsser und
von dort zu Fuss).
U.A. wird Martin Vosseler über die Erfahrungen mit der
Zollfreistrasse referieren. Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte meldet
Euch bis zum 8. Mai bei mailto:umverkehr@umverkehr.ch oder
+41442427276 an.
Frohe Ostern,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 79
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 16. März 2006
Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,
diese Email ist wieder etwas länger und besteht aus drei Abschnitten:
1. Aufruf zur Kundgebung am Samstag, 25. März, ab 16Uhr an der Wiese
2. Die Zollfreistrasse hat den Deutschen Bundestag erreicht
3. Weitere Termine
Zu 1. Aufruf zur Kundgebung am Samstag, 25. März, ab 16Uhr an der Wiese
"warum bleibt die Zollfreistrasse auf der Strecke?" - unser seit langer
Zeit mit verschiedenen Mitteln geführter grenzüberschreitender und
gewaltfreier Einsatz für den Erhalt des Naherholungsgebiets an der
Wiese hat seine Argumente nicht eingebüsst.
Wir rufen Euch alle dazu auf, einen Tag vor den Landtagswahlen in
Baden-Württemberg am Samstag, 25. März 2006 ab 16Uhr an der Wiese in
unmittelbarer Nähe der deutsch-schweizerischen Grenze zu einer
spektakulären Kundgebung zusammenzukommen. Dort werden wir einmal mehr
demonstrieren,
* dass die Mehrheit im Kanton Basel-Stadt die Zollfreie nicht will,
* dass der Bau der Zollfreien gegen das Europäische Artenschutzabkommen
verstösst,
* dass die Strasse wegen der Feinstaubbelastung ohnehin gesperrt werden
würde,
* dass der Schlipf die Strasse zuschütten würde und
* dass wir unsere Zukunft selbst gestalten werden, nicht PolitikerInnen
der 70er Jahre.
Wir erwarten hohen Überraschungsbesuch.
Durchgangsstrassen durch Wohn- und Naherholungsgebiete werden plötzlich
Umgehungsstrassen genannt, Bundesstrassen mit Schwerverkehr nennt man
plötzlich Verbindungsstrassen, Mehrheiten ignoriert die Macht
plötzlich. Daher ist es an der Zeit, zusammenzukommen. Wir werden der
Öffentlichkeit zeigen, dass wir die Wieseinitiative erfüllt sehen
wollen, und eindringlich warnen vor Lärm und anderen Folgen des
Schwerverkehrs, der sich über die Trasse ergiessen würde.
Wir drängen Euch dazu, zu kommen, und wünschen uns von Euch, dass Ihr
Eure Häupter grün bedeckt.
Wir stellen Euch Werbematerialien für die Kundgebung zur Verfügung.
Bitte meldet Euch, wenn Ihr helfen wollt zu plakatieren. Das Plakat
werden wir auch über die RoZ-Homepage zum Selberdrucken verfügbar machen.
Zu 2. Die Zollfreistrasse hat den Deutschen Bundestag erreicht
"Hält die Bundesregierung das Projekt B317 [...] für verkehrs- und
umweltpolitisch sinnvoll in Abwägung der erheblichen Kosten, der
vergleichsweise geringen Einsparung an Fahrzeit für den Autoverkehr
sowie der tiefgreifenden Zerstörungen an der Natur?" Diese und weitere
17 kritische Fragen richtete die Fraktion Die Linke im Deutschen
Bundestag vor kurzem im Rahmen einer Kleinen Anfrage zur
"Zollfreistrasse durch Schweizer Naherholungsgebiet" an die deutsche
Regierung (Bundestags-Drucksache 16/869 vom 8. März 2006, bald
nachzulesen unter http://dip.bundestag.de/btd/16/008/1600869.pdf).
Zu 3. Weitere Termine
* Täglich finden für die Dauer von je einer Stunde ab 8, 12 und 17 Uhr
weiterhin jeweils Meditationen in der Krypta der Basler
Leonhardskirche statt.
* Diese Woche fastet eine Gruppe von uns. Diese trifft sich mindestens
noch morgen nach der 17 Uhr-Meditation in der Basler Leonhardskirche.
* Samstag, 18. März, 16 Uhr: Zollfrei Z'Vieri an der Wiese. Ein Thema:
Weitere Planung der Kundgebung am 25. März
* Montags im März: Joggen an der Wiese mit Josha Frey, grünem Kandidat
für den Landtag von Baden-Württemberg: http://www.josha-frey.de/.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 78
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 15. März 2006
Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,
als Vorbereitung zu einer von uns stark ins Auge gefassten Kundgebung
bietet Barbara am morgigen Donnerstag, 16. März, von 15 bis 19 Uhr in
Halle 1 im Gundeldinger Feld, Dornacher Strasse 192, Basel, eine
Mützenstrickete an. Auch Personen, die dem Stricken bislang ferne
stehen, sind willkommen. Bitte bringt grüne Wolle und Stricknadeln mit.
Pünktlich drei Monate nach der Räumung des Auenparks am 6. Februar
werden wir am Samstag, 6. Mai, nach dem Z'Vieri ein Treffen für alle
veranstalten, deren Personalien seinerzeit polizeilich erfasst worden
sind. Wir bieten an, über die Vorgänge zu reden und das weitere
Vorgehen bei Eingang etwaiger Strafbefehle zu koordinieren. Potentiell
Verfolgten empfehlen wir, sich schon jetzt bei uns zu melden, soweit
noch nicht geschehen. Diese werden dann detaillierter informiert als via
Infomail. Sollte Euch ein Strafbefehl zugehen, habt Ihr nur wenig Zeit,
dagegen Einspruch einzulegen. Über den Ort des Treffens am 6. Mai
werden wir zu gegebener Zeit noch informieren.
Weitere Termine:
* Diese Woche fastet eine Gruppe von uns.
* Täglich finden für die Dauer von je einer Stunde ab 8, 12 und 17 Uhr
weiterhin jeweils Meditationen in der Krypta der Basler
Leonhardskirche statt.
* Samstag, 18. März, 16 Uhr: Zollfrei Z'Vieri an der Wiese. Ein Thema:
Weitere Planung der Kundgebung
* Montags im März: Joggen an der Wiese mit Josha Frey, grünem Kandidat
für den Landtag von Baden-Württemberg: http://www.josha-frey.de/.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 77
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 10. März 2006
Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,
wir laden Euch ein, nächste Woche gemeinsam zu fasten. Wir treffen uns
am morgigen Samstag um 18 Uhr vor dem Restaurant Isaak am Basler
Münsterplatz zu einer Information mit Maria Bühlmann,
Fastenbegleiterin, zu einer Vorbesprechung. Sonntag wird ein
Vorbereitungstag werden, ab Montag kann dann gemeinsam gefastet werden.
Morgen findet ab 16Uhr an der Wiese wieder das Zollfrei-Z'Vieri statt.
Wir werden zurück- und vorausblicken.
In der letzten Infomail wurde das weitere Schicksal der kleinen
russisch-orthodoxen Holzkapelle aus Lakoma in der Lausitz geschildert,
nachdem sie von der Wiese an den Bodensee gewandert war. Aller
Voraussicht nach nimmt es nun konkrete, positivere Züge an: Ralf Röhr,
der Künstler, der sie erbaut hatte, wird sie gemeinsam mit lokalen
HolzgestalterInnen im Thurgau wieder restaurieren. Danach wird sie wohl
dauerhaft in dem Wald verbleiben, das durch eine kantonale Abstimmung
vor einer Strasse bewahrt werden konnte.
Täglich finden für die Dauer von je einer Stunde ab 8, 12 und 17 Uhr
weiterhin jeweils Meditationen in der Krypta der Basler Leonhardskirche
statt.
Ebenfalls in der letzten Infomail hatte ich auf die Jogging-Aktion mit
Joscha Frey hingewiesen. Wetterbedingt musste der erste Lauf abgesagt
werden. Bitte entnehmt die weiteren Jogging-Termine Joscha Freys
Homepage: http://www.josha-frey.de/.
Dort steht auch jeweils, falls
weitere Läufe ausgelassen werden müssen.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 76
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 25. Februar 2006
Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,
"Soziale Frage, Klassengegensätze und Umweltthemen hängen alle
miteinander zusammen", äusserte Robert Hass vor neun Jahren
( http://www.motherjones.com/arts/qa/1997/03/visions.html). Der
hochdekorierte kalifornische Lyriker verbindet Bildung, Kunst und
Umweltschutz - insbesondere die Sorge um Flüsse - miteinander.
Die heutige Infomail handelt von Folgendem:
1. "Wiesionen"
2. Das Schicksal der Lakoma-Kapelle
3. Termine
Zu 1. "Wiesionen"
Vor einer guten Woche standen die "Wiesionen" auf der Tagesordnung des
Lörracher Stadtrats, das Projekt zur Renaturierung der Wiese. Nicht
einmal alle RätInnen waren schliesslich bereit, das Projekt mit
15.000EUR nicht zweckgebundenen und weiteren 80.000EUR an ökologische
Projekte gebundenen Steuermitteln zu fördern (Badische Zeitung,
Lörrach, 17. Februar 2005). Aufschlussreich ist insbesondere das
Verhältnis der Summe dieser Mittel zu den projektierten Kosten der
Anbindung der Clara-Immerwahr- an die Basler Strasse in Höhe von 5,7
Mio EUR (Badische Zeitung, Lörrach, 2. Dezember 2003), die im Rahmen
des geplanten Baus der Zollfreistrasse durchgeführt und von der Stadt
getragen werden muss: Der Strassenbau ist der Stadt Lörrach also
sechzig mal mehr wert als die Renaturierung der Wiese. Zerstörung hat
offenbar Priorität vor Bewahrung und Wiederherstellung.
Die Wiese sei ein "ökologisches Klassenzimmer", hiess es im Stadtrat.
Bildung braucht Echtheit ihrer VermittlerInnen. Die Wiesionen werden um
vieles glaubwürdiger, wenn der letzte Auenpark im Kanton Basel-Stadt,
der auch auf Drängen Lörrachs gerade dem Erdboden gleich gemacht
worden ist, wieder aufgeforstet und keine Umgehungsstrasse durch ein
Wohngebiet realisiert wird.
Zu 2. Das Schicksal der Lakoma-Kapelle
Wie wir erfahren haben, wurde die Kapelle aus Lakoma, die vier Monate
lang an der Wiese stand, bei Kreuzlingen leider Opfer eines Autounfalls.
Sie wird voraussichtlich restauriert werden.
Zu 3. Termine
* Heute, 25. Februar, findet ab 16Uhr ein Zollfrei-Z'Vieri an der Wiese
in Riehen in unmittelbarer Nähe der deusch-schweizerischen Grenze statt.
* Täglich finden für die Dauer von je einer Stunde ab 8, 12 und 17 Uhr
jeweils Meditationen in der Krypta der Basler Leonhardskirche statt.
Statt der Meditation am morgigen Sonntagmittag ab 12 Uhr wird Martin
Vosseler einen Spaziergang von der Leonhardskirche zum Schulhaus zur
Mücke http://wbs.edubs.ch/mücke/ anbieten.
* Tatjana Metzger wird am Freitag, 3. März, in Schopfheim ein
indianisches Schwitzhüttenritual für den Auenpark und für die Heilung
der Erde und ihrer BewohnerInnen anbieten. Wer teilnehmen möchte, möge
sich unbedingt anmelden, die Plätze sind begrenzt. Nähere
Informationen zur Anmeldung:
http://118913.forum.onetwomax.de/topic=100375930869.
* Jeden Montag im März (vom 6. bis einschliesslich 27. März) lädt
Euch Josha Frey, grüner Kandidat für den baden-württembergischen
Landtag, zusammen mit Laufberater Burkhardt Sieper (Marathonläufer und
Buchautor von "Fit in die Kiste") zum jeweils ca. 45 minütigen Joggen
an der Wiese ein. Josha Frei teilt mit: "Wir starten jeweils um 7.00 Uhr
an der Pestalozzi-Apotheke in der Hauptstrasse in Lörrach-Stetten und
werden von dort über die grüne Grenze an der S-Bahn nach Riehen laufen.
Für Menschen aus Riehen ist eine "Zustiegsmöglichkeit" gegen ca. 7.10
Uhr an der Kreuzung Weilerstr./Lörracherstr. (nördl. des
Beyelermuseums, ich trage einen schwarzen Trainingsanzug). Der Lauf
führt uns über das Erlensträsschen dann wieder zurück über den
Mühlenmattweg zur Wiesenaue. Alle Menschen (gleich welcher Nation), die
fit in die Woche starten wollen und damit gleichzeitig für ein gesundes
Klima in der Wiesenaue demonstrieren wollen, sind herzlich eingeladen,
das mit diesem Lauf zu demonstrieren."
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
P.S.:
Weiteres über Robert Hass und seine Verbindung von Literatur, Kunst,
Bildung und Umweltthemen:
* River of Words: http://www.riverofwords.org/
* International Rivers Network. Linking Human Rights and Environmental
Protection: http://www.irn.org/
Infomail Zollfreie
Nr. 75
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 16. Februar 2006
Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,
Mirjam hatte Euch das erfreuliche Ergebnis der kantonalen Abstimmung ja
schon mitgeteilt. Der Souverän von Basel-Stadt hat mit deutlicher
Mehrheit die Wieseinitiative angenommen. Viele Medien und PolitikerInnen
sind sich mit uns darin einig, dass diese Mehrheit damit der
Zollfreistrasse eine Absage erteilt hat. Andere versuchen, das Ergebnis
zu verschweigen oder wegzudiskutieren und zeigen sich damit nach der
voreiligen Räumung und Rodung des Geländes am Schlipf ein weiteres Mal
undemokratisch.
Ziel von Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ) ist es, den Auenpark zu
erhalten. Neu ist, dass wir seit Sonntag die Mehrheit der
baselstädtischen Stimmbevölkerung sicher hinter uns wissen. Wir
erwarten nun den Ausspruch eines Moratoriums und den Beginn von
Neuverhandlungen über dieses veraltete Strassenprojekt, das einer
nachhaltigen Mobilität nicht zu dienen in der Lage ist. Als
überregionale Bundesstrasse wird sie weit mehr Verkehr in ein
ökologisch sensibles Gebiet bringen, als die Verbindungsstrasse
zwischen Lörrach und Weil am Rhein, die der Staatsvertrag im Sinn hatte.
Bis zum Bau der Behelfsbrücke über die Wiese bleibt uns nicht mehr
viel Zeit. Nach Äusserungen der deutschen Bauherrschaft wird damit
Anfang März begonnen.
Unsere Aktivitäten bewegen sich auf drei Feldern:
1. Politik
Die Technokratie muss nun wieder hinter die Politik zurücktreten. Die
klaren Mehrheitsverhältnisse nach der Abstimmung nutzen IG Auenpark am
Schlipf und RoZ für politische Interventionen auf verschiedensten
Ebenen. Letzten Montag konnten einige von Euch zunächst die Basler
Regierungspräsidentin Barbara Schneider überraschen, und andere abends
dann Günther Öttinger, den Ministerpräsidenten von
Baden-Württemberg, der sich in der Regio aufhielt.
2. Aktion
Zollfrei-Z'Vieris finden nun wieder wöchentlich statt. Das nächste
findet am Samstag, 18. Februar, ab 16Uhr an der Wiese statt. Zwei Themen
stehen schon fest: Wir werden uns für den riesigen Einsatz von
Greenpeace und von Greenpeace-Aktivisten bei der gewaltfreien Besetzung
des Geländes am 6. Februar bedanken. Und wir werden über Wunder hören
und reden.
In jüngster Zeit sind verschiedene Ideen für Aktionen entstanden.
Bitte teilt uns mit, welche Idee Ihr personell unterstützen wollt und
könnt. Ihr könnt natürlich auch weitere vorschlagen. Alle Aktionen
können nach dem deutlichen Abstimmungsergebnis für die Wieseinitiative
nun im Wissen um die Mehrheit der baselstädtischen Bevölkerung in
unserem Rücken durchgeführt werden. "Wir trauen uns und setzen den
Mehrheitswillen um". Dieses Wissen hatten wir bei der Besetzung am
Räumungs- und Rodungstag noch nicht - und hatten trotzdem schon viele
Sympathien auf unserer Seite.
* Alphorn
* Bäume pflanzen auf gerodetem Teil
* Begehung
* Fasten in Gruppe bei Baubeginn
* Frühlingsfest als Dank für Abstimmungsergebnis
* Morgengebet mit Andacht
* nackt auf dem Boden, Körperskulptur
* schriftlicher Hinweis auf die persönliche
Verantwortung der BauarbeiterInnen
* Blumen an BauarbeiterInnen verteilen
* Mit Blumen zum Weiler Oberbürgermeister Dietz gehen
* Friedensvögel für BauarbeiterInnen
* Z'Nüni für BauarbeiterInnen
* Dokumentation auf italienisch, türkisch,
albanisch, polnisch, ... für die BauarbeiterInnen
* Geländerundgang für BauarbeiterInnen
* Musik, Tanz, Theater
* Fotomontage Wiesebrücke begrünt in 10 Jahren
* Flitzeraktion, ggf. maskiert
Wer Sven von Ungern-Sternberg, den Freiburger Regierungspräsidenten,
für sein Drängen auf Rodung vor der Abstimmung und für seine
Dialogverweigerung kritisieren möchte, wird auf der RoZ-Homepage bald
Musterbriefe finden. Wir versprechen uns von individuell formulierten
Briefen, beispielsweise auf Basis der Wiese-Postkarten der Initiative,
allerdings eine grössere Wirkung.
3. Spirituell
Täglich finden für die Dauer von je einer Stunde ab 8, 12 und 17 Uhr
jeweils Meditationen in der Krypta der Basler Leonhardskirche statt.
Martin Vosseler fastet und wendet sich strikt gegen jede Interpretation
als Hungerstreik. Martin geht es sehr gut, er schöpft durch das Fasten
neue Kraft. Er befindet sich in bester Tradition und hat gute Vorbilder,
so z.B. Mahatma Gandhi. Besonders die nahende Fastenzeit bietet Euch
Gelegenheit, mit ihm zusammen zu fasten.
Alle diejenigen unter Euch, die am 6. Februar polizeilich erfasst worden
sind, sollten sich unbedingt schon jetzt ein Gedächtnisprotokoll über
den Vorgang anfertigen, denn es kann lange dauern, bis Ihr einen
Strafbefehl bekommt, und die Details sind bis dahin leicht vergessen.
Dieses Protokoll sollte mindestens folgendes aufführen: Zeiten, Orte,
Abläufe, Details, Beobachtungen. Nach wie vor und davon unabhängig
könnt Ihr Euch als polizeilich Registrierte auch bei uns registrieren
lassen, um dann gemeinsam gegen Strafbefehle vorgehen zu können.
Die Zollfreistrasse wird nicht gebaut werden.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 73
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 9. Februar 2006
Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,
Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ) bedankt sich bei Euch allen. Dank an
alle, die am Montag ausserhalb der Absperrungen bleiben mussten, an
alle, die uns aus der Ferne beistehen wollten, an alle, die drinnen auf
dem Gelände waren, an alle SitzblockiererInnen, an alle Kletternden, an
alle Medien, an alle, die in Gedanken bei uns waren. Ihr alle wart
wichtig - die im Innern haben die Unterstützung und Gedanken der
Ausgesperrten gespürt. Die Rodung konnten wir nicht verhindern, dennoch
hätte der Montag kaum besser laufen können. Wir alle haben die
Staatsgewalt auf uns genommen, und für das Anliegen, den Auenpark zu
erhalten, haben GeschäftsführerInnen, Abgeordnete, Selbständige,
Studierende, SchülerInnen, RentnerInnen, LehrerInnen, Angestellte und
andere auch verschiedentliche Beschimpfungen als Sozialschmarotzer
erduldet. In der gestrigen Ausgabe der Badischen Zeitung war zu lesen,
dass Euch selbst die BefürworterInnen der Zollfreistrasse für die
Gewaltfreiheit gelobt hätten.
Wie geht es nun weiter?
Höchste Priorität hat die Abstimmung über die Wieseinitiative am
kommenden Sonntag, 12. Februar. Bitte rührt noch einmal die
Werbetrommel und stimmt mit Ja. Material dazu findet Ihr ggf. bei
www.wiese-initiative.ch/werbematerial.html.
Nächsten Samstag findet wieder ein Zollfrei Z'Vieri ab 16Uhr an der
Wiese statt. Der Ort wurde durch die Rodung schwergeschädigt. Trotzdem
ist noch viel von seiner Energie vorhanden. Lasst ihn uns wieder
beleben. Bringt Dinge dafür mit, die unseren besonderen
Widerstandsgeist ausdrücken. Am Ort des Geschehens wurde ein
Kummerkasten installiert. Beim Z'Vieri wollen wir innehalten, würdigen,
was war. Bringt dazu bitte Photos und Erinnerungen mit.
Beim Z'Vieri werden wir beginnen, die Namen derjenigen zu sammeln, denen
eine strafrechtliche Verfolgung drohen könnte, um gemeinsam juristisch
dagegen vorgehen zu können. Falls Ihr nicht kommen könnt, könnt Ihr
mir auch per Email mitteilen, dass die Polizei Eure Personalien
aufgenommen hat.
Material, das bei der Räumung zurückgelassen werden musste, haben wir
inzwischen bei Urs Rinklin am Schlipf gesammelt. Holt es bitte unbedingt
bis zur Fastnachtswoche bei ihm ab. Bei mir zuhause habe ich noch Dinge,
die seinerzeit in der kleinen Holzkapelle aus Lakoma zurückgelassen
wurden. Falls Ihr etwas vermisst, meldet Euch bitte bald bei mir.
Wir angekündigt, findet in der Krypta der Leonhardskirche Basel ein
Innehalten statt. Die Zeiten sind täglich 8-9Uhr, 12-13Uhr und 17-18Uhr.
Die Zollfreistrasse ist bis heute nicht baureif. Wir werden auf
Erstellung eines Arteninventars der Wieselandschaft drängen. Die
Hangrutschgefahr wurde nicht abschliessend untersucht. Die
Enteignungsverfahren sind nicht abgeschlossen.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
P.S:
In Essex, UK, wird es demnächst vielleicht ähnliche Szenen geben wie
bei uns: www.savepriorypark.org.
Infomail Zollfreie
Nr. 72
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 7. Februar 2006
Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,
"das ist nicht ein Finale, sondern nur das Achtelfinale", so Martin
Vosseler nach Räumung und teilweiser Rodung gegenüber SRDRS. Viele von
Euch sind nach den gestrigen Erlebnissen resigniert. Bitte geht trotzdem
und jetzt erst recht am 12. Februar abstimmen. Sagt es weiter und stimmt
mit Ja!
Bei Vogelgezwitscher zeigte die strukturelle Gewalt gestern ihre ganze
Härte. Unsere Vorabinformationen erwiesen sich also als richtig, und
dies zeigt, dass nicht alle VertreterInnen der Exekutive mit dem Vorgang
von gestern einverstanden waren. Die Basler Regierung liess das Gelände
weiträumig vom Zivilschutz absperren. Nachdem Regierungsrätin
Schneider das Gelände verlassen und ihre angebliche Machtlosigkeit zur
Schau gestellt hatte - sie und die Polizei seien gar nicht Handelnde,
wie sie mitteilte - begann die Schweizer Polizei in Anwesenheit von
Regierunsrat Schild, ihres obersten Dienstherrn, mit der Räumung des
gewaltfrei besetzten Geländes. Etwa ein Viertel von uns liess sich
wegtragen, darunter auch ein Lörracher Stadtrat. Nicht alle, die sich
gestern für den Erhalt des Auenparks strafrechtlich verfolgen liessen,
können die Folgen aus eigener Tasche bezahlen. Ihr könnt ihnen dabei
helfen, Bankverbindung siehe unten.
Gegen 13.10 Uhr fiel der erste Baum. Daraufhin läuteten in Riehen die
Glocken. Während wir gutnachbarlich grenzüberschreitend die Schöpfung
bewahrten, bestand die offizielle gutnachbarliche Zusammenarbeit in der
sinnlosen Zerstörung des Auenparks. Die letzten Baumhütten konnten
erst gegen 16.40 Uhr geräumt werden.
Die Presse wurde vom Ort des Geschehens ausgeschlossen, was
Nationalrätin Maya Graf öffentlich kritisierte (telebasel).
"Ich finde das verrückt, was da passiert [...], so gegen die Natur
vorzugehen und so gegen die Demokratie vorzugehen", so Nationalrat Remo
Gysin (telebasel). Die Exekutive tut so, als könne es einen Rechtsstaat
geben ohne Gerichte, ohne Parlament - und ohne Volk. Es sind noch
mehrere Verfahren anhängig. Der Basler Grossrat wartet bis heute auf
geologische Abklärungen von deutscher Seite, die ihm einst zugesagt
worden waren. Und die Wieseinitiative kommt nächsten Sonntag zur
Abstimmung. "Wir brauchen eine andere Generation von Politikern, die die
Verantwortung für die Natur übernehmen und sie nicht ständig
herumschieben", kommentierte Martin Vosseler die Geschehnisse des
gestrigen Tags.
Die Zollfreie ist noch nicht gebaut, der Widerstand geht weiter.
Wir treffen uns ab morgen für täglich insgesamt drei Stunden morgens,
mittags und abends in der Krypta der Leonhardskirche zur
interreligiösen Meditation. Die genauen Zeitpunkte könnt Ihr dem
Internetforum entnehmen, das Ihr von unserer Homepage aus erreicht,
sobald sie feststehen.
Martin Vosseler wird im Lohnhof unbefristet Fasten und lädt Euch ein,
ein Stück Weg dabei mit ihm zu gehen.
Samstag treffen wir uns zum Z'Vieri um 16 Uhr an der Wiese. Wir wollen
unsere Trauer verarbeiten und Impressionen sammeln, was wir alle
zusammen in den letzten Jahren Schönes in der Natur des Auenparks
erlebt haben.
Gestern musste diverses persönliches Material auf dem Gelände
zurückgelassen werden. Es konnte zum Teil in Sicherheit gebracht
werden. Bitte meldet Euch, wenn Ihr etwas vermisst.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 71
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 2. Februar 2006
Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,
Dienstag riefen die BewahrerInnen des Auenparks "dazu auf, das Gelände
wieder zu besetzen", wie die Basler Zeitung auf ihrer Titelseite in
ihrer gestrigen Ausgabe feststellte. Die Campingsaison ist also wieder
eröffnet, auch Martin Vosseler hat sein Zelt schon aufgeschlagen. Ihr
alle seid wärmstens eingeladen, Euer Zelt zu schultern und Euch vom
Wieserauschen in den Schlaf wiegen zu lassen. Die CamperInnen freuen
sich über Speis' und Trank, und es werden dringend warme Decken benötigt.
Dieser Aufruf nimmt stündlich an Wichtigkeit zu. Hatte Dienstag die
Basler Regierung alle Seiten damit überrascht, indem sie Verantwortung
und Kompetenz über die Veranlassung der Rodung auf Schweizer Gebiet an
den deutschen Bund abgetreten hatte, so erteilte sie heute der
Stadtgärtnerei den Auftrag zur Rodung. Da die deutsche Seite dem
überraschend geäusserten Wunsch der Basler Seite, die Rodung erst nach
der Abstimmung über die Wieseinitiative durchführen zu lassen, nicht
entsprochen hat, ist die Rodung explizit für die nächsten Tage - das
kann auch morgen früh sein - vorgesehen. Die Unsicherheit über den
genauen Termin, den wir alle gerne wüssten, gehört zum Spiel dazu.
Wenn Ihr kommt, nehmt Fotoapparate und Kameras mit. Warme Kleidung und
ggf. Styropor zum Ausstopfen der Hose sind geboten.
Die Mächtigen verhalten sich wie personifizierte Lippenbekenntnisse zum
Umweltschutz. Die grotesken Szenen der jüngsten Zeit könnten den Titel
"Fakten vs. Beton" tragen.
Von nun an laden wir jeden Morgen ab 7 Uhr zu einer Andacht an der Wiese
ein, morgen früh mit Obertongesang.
Die Wieseinitiative bleibt ein hervorragender Weg, sowohl den
Staatsvertrag zu erfüllen, als auch den Auenpark zu erhalten. Bitte
geht Abstimmen, bitte sagt's weiter, bitte stimmt mit Ja! Auch wenn bis
in einer Woche Bäume gefallen sein sollten, werden wir den Bau der
Zollfreistrasse verhindern. Dazu brauchen wir ein gutes Abstimmungsergebnis.
Einige von Euch haben sich gestern und heute zu Recht gewundert über
drei Nachrichten über unsere Alarmierungskanäle. Die Nervosität der
Situation erhöht nun einmal die Wahrscheinlichkeit für dumme
Missgeschicke, und die Auslösenden sind sich dessen bewusst, damit
Irritationen geweckt und aufgrund der verbreiteten Inhalte Euer
Vertrauen in die Diskretion des Systems gefährdet zu haben. Wir bitten,
diese Pannen zu entschuldigen.
Bis morgen früh, mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 70
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 31. Januar 2006
Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,
wieder eine längere Infomail, daher wieder zu Beginn eine Übersicht:
1. Aktuelle Lage: Bundesgerichtsurteil, drohende Baumfällung,
2. Demonstration für Demokratie und Wieseinitiative 31.1.2006,
18Uhr, Marktplatz Basel,
3. Wachen, Camp und Baumschutz,
4. Luftschadstoffe lokal vor Ort,
5. Kunst an der Wiese, und
6. Termine, Verschiedenes.
Zu 1: Aktuelle Lage: Bundesgerichtsurteil, drohende Baumfällung
Heute wurde das Urteil des Schweizer Bundesgerichts über die
Rechtmässigkeit der Rodungsbewilligung bekannt. Es fällt für den
Auenpark, für uns und Euch negativ aus. Dieses Verfahren war nicht das
letzte anhängige, aber die aufschiebende Wirkung besteht nun nicht mehr
fort.
Zusammen mit der Auffassung der Basler Regierung, die sie vor einer
Woche bekannt gemacht hatte, dass das Ergebnis der Wieseinitiative
keinerlei Einfluss auf den Bau der Zollfreistrasse habe und daher gar
nicht abgewartet werde, herrscht nun höchste Alarmstufe.
Mit einer Fällung muss nun jederzeit gerechnet werden.
Zu 2: Demonstration für Demokratie und Wieseinitiative 31.1.2006,
18Uhr, Marktplatz Basel
Wie angekündigt veranstalten Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), IG
Auenpark und die in derselben zusammengeschlossenen Verbände und
Parteien am heutigen Dienstag abend eine Grossdemonstration. Vor der
Volksabstimmung dürfen keine vollendeten Tatsachen geschaffen werden,
das widerspricht unserem Demokratieverständnis. Gleichzeitig wird für
ein Ja zur Initiative demonstriert, d.h. dafür, keine vollendeten
Tatsachen zu schaffen, bevor nicht ein offizielles Arteninventar
erstellt ist, und dafür, ggf. legal durch Bezug auf §22 Abs. 2 des
Staatsvertrags über den Bau der Zollfreistrasse zwischen Deutschland
und der Schweiz den Auenpark als Lebensraum seltener Tier- und
Pflanzenarten und als Naherholungsgebiet zu erhalten.
Bitte kommt zahlreich, es ist wichtig, Zeichen zu setzen! Bringt andere
TeilnehmerInnen mit. Wir werden nicht zulange in der Kälte stehen und
fassen uns kurz. Bringt Trommeln, Kerzen und Fackeln mit.
Zu 3: Wachen, Camp und Baumschutz
Wir alle machen unseren Widerstand nicht allein von Gerichtsurteilen ab
und sind hochmotiviert. Wie schon vor 1,5 Jahren werden in dieser
bedrohlichen Lage Wachen benötigt, die vor Sonnenaufgang an der Wiese
mit ihrer Aufgabe beginnen. Bitte meldet Euch unter Angabe freier Zeiten
bei .
Wie Ihr aus den Medien vielleicht inzwischen wisst, ist schon vor der
Brutzeit wieder Leben in die Bäume eingekehrt. Danke für die
Nahrungsspenden, die mittlerweile eingegangen sind.
Wir laden Euch alle ein, mit den BaumbewohnerInnen solidarisch zu sein
und in Gestalt eines Selbstversorgercamps auf Privatgelände zu zelten.
Auch vor zwei Jahren haben wir im Schnee begonnen.
Gestern haben wir wieder ein Gewaltfreitraining angeboten, um uns auf
den Ernstfall vorzubereiten. Diejenigen, denen der Schutz des Auenparks
an der Wiese eine Herzensangelegenheit ist und die im Falle eines Falles
schnell vor Ort sein wollen, sollten sich ebenfalls bei
melden oder sich bei
registrieren lassen, am
Besten unter Angabe einer Mobiltelefonnummer. Sie werden dann alarmiert.
Bitte lest regelmässig Emails und legt Euer Mobiltelefon auch nachts in
Reichweite.
Zu 4: Luftschadstoffe lokal vor Ort
In Lörrach haben sich Privatleute zusammengefunden, in Eigeninitiative
seit August Stickstoffdioxid zu messen. Dies sei seit geraumer Zeit die
erste Messung, und es sei die erste, die derartig feingranular in
verschiedenen Wohnarealen Werte aufgezeichnet hat. Die ermittelten
Zahlen seien anhand offizieller Zahlen aus Weil am Rhein validiert worden.
Stickoxide steigerten die Anfälligkeit für Husten, Allergien und
Asthma. Wo Stickoxide seien, wirke Feinstaub, der ja z.Zt. wieder in
aller Munde ist, stärker. Im Gegensatz zu Feinstaub liessen sich
Stickoxide aber einfacher messen.
Die Ergebnisse zeigten auf, dass schon heute die EU-Richtwerte in der
Wiesental- / Dammstrasse nahezu erreicht würden, also in unmittelbarer
Nähe der geplanten Zollfreistrasse. Dies sei einerseits auf die hohe
Verkehrsbelastung zurückzuführen, andererseits komme erschwerend der
Tüllinger Hang ins Spiel, der dafür sorge, dass die Schadstoffe im Tal
blieben. Die aktuelle Inversionswetterlage tue ein übriges.
Wer neue Strassen baue, könne zwar kurzfristig die Emissionen senken,
er säe aber neuen Verkehr, so dass die Situation immer schlimmer werde.
Die Anzahl an zugelassenen Autos werde zunehmen. Dies sei durch alle
Studien belegt.
Daraus zogen die InitiatorInnen u.a. das Fazit, wir alle müssten
zugunsten unserer eigenen Gesundheit endlich umdenken und der
öffentliche Personennahverkehr müsse endlich ein stärkeres Gewicht
bekommen. Darüber hinaus stärke Strassenbau dagegen auch soziale
Verwerfungen, denn stark befahrene Strassen baue man eher in sozial
unterprivilegierten Stadtteilen, die keine Lobby hätten.
Zu 5: Kunst an der Wiese
Ab Dienstagmittag wird an der Wiese eine Installation zum Thema "Die
Natur - verraten und verkauft" zu sehen sein.
Zu 6: Termine, Verschiedenes
* Nächsten Samstag, 4. Februar 2006, findet wieder ein Zollfrei
Z'Vieri ab 16 Uhr an der Wiese statt.
* Wie haben in diesen Tagen eine enorme Medienpräsenz. Ohne Anspruch
auf Vollständigkeit waren und sind wir diese Tage auf Telebasel,
der Sonntagszeitung im Dreiland, der Badischen Zeitung, der
Basellandschaftlichen Zeitung, der Basler Zeitung, 20 Minuten, dem
Baslerstab, im Regionaljournal von SR-DRS und auf Nordwest 1 zu sehen
bzw. zu lesen. Die Öffentlichkeit interessiert sich für uns und
die Wieseinitiative.
* An der Wiese kann ein Zeichen gesetzt werden, dass wir alle nicht
akzeptieren, dass versucht wird, mit Mitteln von gestern heutige^
Mobilitätsprobleme zu lösen. Ein solcher Versuch hat keine
Zukunft. Dies hat mit der heutigen dramatischen Warnung Tony Blairs
vor den Folgen des Klimawandels noch einmal an Aktualität
gewonnen.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail 89
Infomail Zollfreie
Nr. 69
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 24. Januar 2006
Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,
nun hat sich das erste
Camp an der Wiese und der Beginn von Martin
Vosselers Fasten gerade zum
zweiten Mal gejährt. Am 12. Februar wird
sich ebenfalls zum zweiten Mal die
Anrufung der gemischten Komission
durch Moritz Leuenberger jähren. Die
heutige Infomail gestaltet sich in
Anbetracht der brennenden Lage länger als
gewohnt, daher vorweg die
Gliederung.
1. Aktuelle Lage: Drohende
Baumfällung
2. Wachen gesucht!
3. Demonstration für Demokratie und
Wieseinitiative
am Dienstag, 31. Januar, 18 Uhr, Marktplatz Basel
4.
Zusätzliches Z'Vieri am Samstag, 28. Januar,
16 Uhr an der Wiese
5.
Gewaltfreitraining am Sonntag, 29. Januar, ab
ca. 11 Uhr.
6.
Wieseinitiative
Zu 1.: Aktuelle Lage: Drohende
Baumfällung
Hatte die Basler Regierungsrätin Barbara Schneider schon vor
einer
guten Woche öffentlich verlauten lassen, dass nicht das Ergebnis der
Abstimmung über die Wieseinitiative am 12. Februar abgewartet werde,
bevor Bäume gefällt würden, sondern nur das anhängige Urteil des
Schweizer Bundesgerichts in Lausanne (Badische Zeitung, 16. Januar
2006), so verkündete heute die gesamte Regierung folgenden
Wortlaut:
"Sobald das Bundesgericht [...] einen entsprechenden Entscheid
getroffen
hat, steht der Fällung der Bäume an der Wiese und damit dem
Baubeginn
deswegen nichts mehr im Wege."
(<http://pages.unibas.ch/rr-bs/medmit/rrbs/2006/01/rrbs-20060124-005.html>)
Mit
dem Lausanner Urteil muss jederzeit gerechnet werden. Ausgeschlossen
ist es
keinesfalls, das das noch vor dem 12. Februar, dem Tag der
Abstimmung,
passiert, es kann aber sogar noch im Januar erfolgen. Die
Lage
brennt.
Lasst uns nicht vergessen, dass RoZ, IG Auenpark, das Unabhängige
Komitee und viele Einzelne bislang schon sehr viel erreicht haben: Die
Zollfreistrasse gibt es bis heute nicht, der Auenpark lebt. Wir wollen
den Auenpark erhalten und haben Erfahrung und Stärke darin, wie wir
diesem Ziel immer näher kommen.
Zu 2: Wachen
gesucht!
Damit wir angemessen und zeitnah reagieren können, falls
Fällmaschinen
immer näher rücken, werden ab sofort wieder Wachen eingesetzt
und
gesucht. Bitte meldet Euch unter Angabe verfügbarer Zeitslots bei
<mailto:Cosmosmike@freesurf.ch>. Er
wird Euch einteilen und Euch
Rückmeldung geben, wann Ihr dann im einzelnen
gebraucht werdet.
Zu 3: Demonstration für Demokratie und
Wieseinitiative
am Dienstag, 31. Januar, 18 Uhr, Marktplatz
Basel
RoZ und IG Auenpark haben eine Demonstration anberaumt.
TeilnehmerInnen
mögen weitere TeilnehmerInnen, Trommeln, Kerzen und Fackeln
mitbringen.
Angesichts der vorhergesagten Temperaturen versprechen wir eine
kurze,
aber päegnante Demo.
Es ist uns allen sehr wichtig, möglichst
viele Menschen zu
mobilisieren. Der Aufruf ist heute bei einem Medienanlass
kommuniziert
worden.
Inhalte der Demonstration:
* Empörung über
die Verlautbarung der Basler Regierung
und ihr damit demonstriertes
Demokratieverständnis,
ggf. den 12. Februar nicht abzuwarten, sondern
schon
vorher Bäume zu fällen.
* Widerspruch zwischen der
Regierungsaussage, die
Wieseinitiative könne die Zollfreistrasse
nicht
verhindern, und ihrer Abstimmungsempfehlung - wenn
die
Initiative irrelevant wäre, bedürfte es gar
keiner Empfehlung!
*
Widerspruch zwischen Schutz der Wiese, den sowohl die
Basler als auch die
Lörracher Regierung wollen, und
dem potentiellen Bau der Zollfreistrasse,
d.h. Kritik
am Naturschutzverständnis.
* Es gibt kein Arteninventar -
eine Entscheidung über
die Schutzwürdigkeit der Wieselandschaft kann
also
gar nicht vorgenommen werden.
* §22 Abs. 2 des Staatsvertrags über
den Bau der
Zollfreistrasse zwischen Deutschland und der Schweiz
ermöglicht entgegen aller anderslautender Behauptungen
eben doch, die
Zollfreistrasse zu verhindern, wenn die
Wieseinitiative angenommen wird.
Dies wird auch von
deutschen Juristen so gesehen.
* (Mangelnde)
Machbarkeit unter geologischen und
hydrologischen
Gesichtspunkten.
Zu 4: Zusätzliches Z'Vieri am Samstag, 28.
Januar,
16 Uhr an der Wiese
Zusätzlich zum regulären Z'Vieri am
4. Februar veranstaltet die RoZ in
Anbetracht der Lage schon diesen Samstag
ein Z'Vieri.
Zu 5: Gewaltfreitraining am Sonntag, 29. Januar,
ab
ca. 11 Uhr.
Wie schon vor 1,5 Jahren laden wir herzlich ein,
an einem
Gewaltfreitraining in Lörrach mitzumachen. Wir treffen uns Sonntag
um
11 Uhr am Bahnhof Lörrach für diejenigen, die vom Badischen Bahnhof
aus mit dem Zug anreisen (Badischer Bahnhof ab: 10.49 Uhr) oder um 10.45
Uhr an der Wiese für die VelofahrerInnen unter Euch, um dann gemeinsam
einen warmen Innenraum aufzusuchen. Die Veranstaltung wird am Nachmittag
enden.
Der grenzüberschreitende, jahrzehnte währende Widerstand für
den
Erhalt des Auenparks verstand sich immer als gewaltfrei, versteht sich
so und wird sich auch weiterhin so verstehen. Deshalb drängen wir Euch
zur Teilnahme an dieser Veranstaltung - die darüber hinaus auch Spass
machen wird.
Zu 6: Wieseinitiative
Die RoZ empfiehlt, am
12. Februar mit Ja zu stimmen. Bitte bewegt
möglichst viele Stimmberechtigte
- Verwandte, KollegInnen, Nachbarn,
FreundInnen etc. - persönlich dazu,
abstimmen zu gehen und mit "ja" zu
stimmen. Etwaig noch benötigtes
Prospektmaterial gibt's in
elekronischer Form hier:
<http://www.wiese-initiative.ch/werbematerial.html>.
Öffentliche
Äusserungen via LeserInnenbrief zu Themen wie Feinstaub,
Klimaprobleme,
Verschwinden von Grünflächen in Basel, Lörrach und
Weil am Rhein und nicht
zuletzt zur Wieseinitiative sind sehr willkommen.
IG Auenpark resp. das
Initiativkomitee sind nicht mehr alleine.
Unterstützung haben wir seit dem
10. Januar durch das Unabhängige
Komitee "Ja zur Wiese-Initiative" erhalten.
Dieses teilte seinerzeit mit:
"Dem Komitee gehören prominente
Persönlichkeiten aus Wissenschaft,
Recht, Kunst und anderen Kreisen an.
Unter den ErstunterzeichnerInnen
finden sich etwa eine alt Bundesrichterin,
Basels Münsterbaumeister
Peter Burckhardt, Robert Schiess als Obmann des
Basler Heimatschutzes,
die Bildhauerin Bettina Eichin und der Historiker
Georg Kreis.
Präsident des Komitees ist der Kardiologe Prof. Dr. Andreas
Hoffmann."
Kein Befürwortender der Zollfreien hat auch nur ein einziges
Argument
der Wieseinitiative sachlich entkräften können. Selbst das
"überparteiliche Komitee 'Nein zur Wiese-Initiative'" ist sich "nicht
klar, ob überhaupt geschützte Tier- und Pflanzenarten vom Bau der
Zollfreistrasse betroffen sind"
(Lukas Engelberger laut <http://www.onlinereports.ch/>).
Die
Wieseinitiative fordert, eben diese Unklarheit offiziell klären zu
lassen.
Wir verlassen uns darauf, dass Ihr regelmässig Eure Emails
prüft, denn
es kann ja nun jederzeit sehr spannend werden.
Mit
sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 68
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 4. Januar 2006
Liebe Auenpark-FreundInnen
Nächsten Samstag, 7. Januar 2006 findet das erste
Zollfrei Z'vieri im neuen Jahr statt. Die Abstimmung
über die Wiese-Initiative steht schon bald bevor. Ca.
nächsten Mittwoch, 11. Januar, erhalten die
Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die
Abstimmungsunterlagen in den Briefkasten. Am Z'vieri werden Plakate
usw. erhältlich sein. Bitte klebt nicht wild Plakate an
Bäume oder Hauswände. Das ist illegal und wirkt bei
vielen Leuten eher kontraproduktiv. An Privathäusern, in
Vorgärten, an privaten Garagentoren, Schaufenstern etc. ist's
natürlich ok.
Ebenfalls werden Eisvögel aus Stahlblech
zum Verkauf stehen. Ab ca. 8. Januar werden etwa 100 Eisvögel
auf verschiedenen Geländern am Rheinufer und in der Stadt
für die Wiese-initiative werben. Es stehen 70 Stück
zum Verkauf: 1 Vogel kostet Fr. 25.--, 2 kosten Fr. 45.-- und 5 Fr.
100.-- Jeder Vogel ist ca. 30 cm hoch, aus Stahlblech und nicht
rostfrei. Soll der Rostprozess verlangsamt werden, kann das Blech
eingeölt werden, soll er beschleunigt werden, muss es
entfettet werden. Der Vogel wird mithilfe des mitgelieferten
Kabelbinders mit einem Handgriff an ein Geländer, eine
waagrechte Stange oder ein Velokörbli montiert.
Wie schon angekündigt, finden an den Samstagen des
7.1., 14.1. und 4.2. Standaktionen auf dem
Rümelinplatz statt (Riehen ist jeden Samstag durch die
Grüne Partei abgedeckt). Im Anhang findet Ihr einen
Anmeldetalon, den Ihr bitte sofort und umgehend ausfüllen und
zurücksenden wollt. Ich brauche diese Rückmeldungen
als Anhaltpunkt dafür, wieviele Leute wir etwa sind und wie
viel Material ich herbeischaffen muss. Wenn wir (zu) viele sind, macht
das nichts, dann schwärmen wir einfach spontan auf andere
Plätze wie den Markt-, den Barfüsser- oder den
Claraplatz aus und verteilen dort Prospekte. Das Veteilen von
Abstimmungsmaterial ist nicht bewilligungspflichtig! Das Materialdepot
ist am Rümelinsplatz. Wer im eigenen Quartier vor
Läden oder so verteilen will, kann das Material am
Samstag-Morgen am Rümelinsplatz oder am Donnerstag-Abend bei
mir am Rümelinbachweg (beim Eschenmoser Nähe
Heuwaage) abholen. Bitte vorher telefonieren (061 281 70 01). Genauere
Infos gibt es auch am Z'vieri.
LeserInnen-Briefe: Bitte schreibt
LeserInnen-Briefe an die Zeitungen ( leserbrief@baz.ch,
info@bz-online.ch, redaktion@riehener-zeitung.ch). Denkt dabei daran,
dass wir auf ein JA zur "Wiese-Initiative" aus sind und den Leuten
nicht ein Nein zur Zollfreistrasse einsuggerieren dürfen. Das
Fazit muss ein JA sein. Also positiv für den Schutz der Natur-
und Erholungslandschaft an der Wiese argumentieren (was dem
Initiativtext entspricht)! Die Informationen dazu könnt Ihr
unserer Webseite www.wiese-initiative.ch
entnehmen.
Vielen Dank für Eure Mithilfe. Ein JA am 12. Februar
wäre ein tolles Signal für die Wiesenauen!
Sonnige Grüsse
Mirjam Ballmer
Infomail Zollfreie Nr. 67
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 10. November 2005
Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,
gestern hat der Basler Regierungsrat den Termin der Abstimmung über die
"Wiese-Initiative" festgelegt. Am 12. Februar 2006 können die
Stimmberechtigten in Basel-Stadt darüber abstimmen, ob sie das Gebiet
entlang der Wiese unter besonderen Schutz gestellt sehen wollen. Auch
auf deutscher Seite ist absehbar, dass der Tüllinger Berg wegen seiner
einzigartigen Vogelwelt unter den Schutz des europäischen Konzepts
"Natura 2000" gestellt wird. Umso widersprüchlicher agiert die Politik,
die mit Mitteln von gestern heutige Mobilitäts- und Umweltprobleme
nicht zukunftsfähig wird lösen können.
Die langen Jahre, die Regio ohne Zollfreistrasse diese Zollfreistrasse
schon verhindern konnte, die Rekordzeit, in der vor einem halben Jahr
die für die Initiative nötigen Unterschriften und nocht viele mehr
gesammelt werden konnten, und der vergleichsweise kurze Zeithorizont,
bis die Rodungsbewilligung erneut verfällt, machen grosse Hoffnung, die
Abstimmung zu gewinnen und damit ein deutliches Zeichen für den Erhalt
des Naherholungsgebiets an der Wiese zu setzen. Dennoch bitten Regio
ohne Zollfreistrasse, IG Auenpark am Schlipf und alle in ihr vertretenen
Verbände und Parteien im Vorfeld der Abstimmung um Unterstützung, sei
sie personell bei Infoständen oder zu anderen Anlässen, sei sie
finanziell.
Dienstag, 15. November, führt der VCD Lörrach im Alten Wasserwerk am
Berliner Platz Lörrach eine öffentliche Veranstaltung zur aktuellen
Situation bei der Umsetzung der EU-Luftqualitaetsrahmenrichtlinie auf
lokaler Ebene durch. Dr. Marianne Hazenkamp-von Arx konnte als
Referentin gewonnen werden. Die Auswirkungen der Zunahme des
motorisierten Verkehrs auf die Luftqualität werden gerade auch unter
Berücksichtigung lokaler Verhältnisse diskutiert werden.
Am 23.11. veranstaltet die Katholische Akademie Freiburg i. Br. einen
Vortrag "Bildstörung. Industriearchitektur und Landschaftsästhethik", in
dessen Ausschreibung explizit kritisch auf die Zollfreistrasse bezug
genommen wird:
http://akademie.erzbistum-freiburg.de/index.php/68/0/?&function=1&detail=167.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie Nr. 60
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 20. Mai 2005
Liebe FreundInnen des Auenparks,
als Nachtrag zur letzten Infomail kann das Kapellen-Team Euch nun die genauen Daten liefern, an denen Ralf Roehr, der Bildhauer, dem wir und andere die Holzkapelle verdanken, in die Geschichte seines Werkes einfuehren wird:
Freitag, 3. Juni 2005, 20 Uhr: Loerrach, Alte Feuerwache
Samstag, 4. Juni 2005, 20 Uhr: Riehen, Landgasthof, Buergerkeller
Wie schon angekuendigt, wird er auch beim naechsten Z'Vieri am 4. Juni anwesend sein.
Damit haben wir nun schon folgendes Programm:
- Sonntag, 22. Mai, 16 Uhr: Mitbring-Andacht. JedeR bringe einen kleinen (wirklich! denn die Kapelle ist klein) Gegenstand mit, der ihm etwas bedeutet. Dieser wird anschliessend in der Kapelle verbleiben, um sie zu schmuecken.
- Sonntag, 29. Mai, 16 Uhr: Brigitte Jaeger laedt ein zu einer Andacht im Kerzenlicht.
- Freitag, 3. Juni, 20 Uhr: Ralf Roehr spricht in Loerrach, Alte Feuerwache
- Samstag, 4. Juni, 16 Uhr: Z'Vieri
- Samstag, 4. Juni, 20 Uhr: Ralf Roehr spricht in Riehen, Landgasthof, Buergerkeller
Die Kapelle soll ja insgesamt ca. zwei Monate lang an der Wiese stehen, und wir sind immer noch offen fuer Eure Programmbeitraege. Rueckmeldungen nehme ich gerne entgegen, um sie zu koordinieren.
Mit sonnigen Gruessen,
Philipp.
Infomail Zollfreie Nr. 59
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 18. Mai 2005
Liebe FreundInnen des Auenparks,
seit gut einer Woche steht sie nun schon an der Wiese, die kleine Holzkapelle aus der Lausitz. Viele von Euch wohnten am Morgen des Pfingstsamstags der Einweihung durch die Pfarrer Martin Abraham und Dr. Georg Vischer bei, davon konnte man gestern beiderseits der Grenze ja schon in der Zeitung lesen, Telebasel berichtete, und heute wurden erste Reaktionen von LeserInnen publiziert.
Wie schon angekuendigt wird uns der Kuenstler Ralf Roehr besuchen, dessen Werk nun an der Wiese steht. Er wird beim naechsten Z'Vieri am 4. Juni zugegen sein und dann auch sowohl in der Alten Feuerwache in der Loerracher Stadtmitte (beim Burghof und bei der Stadtkirche / Matthaeusgemeinde) als auch im Landgasthof Riehen in die Geschichte der Kapelle einfuehren. Die genauen Termine werdet Ihr noch erfahren.
Samstag ist die Idee entstanden, die Kapelle zu beleben. Wenn Ihr moegt, seit Ihr dazu eingeladen, dort in kleinem Rahmen Veranstaltungen anzubieten. Dies muss nichts Grosses sein. Damit es kein Terminchaos gibt und damit ich Eure Angebote ueber diesen Verteiler verbreiten kann, teilt mir bitte mit, wann Ihr was uebernehmen koenntet.
Vorschlaege: Bildermalen mit Kindern, Picknick, Tanz ... Es muss wirklich keine Praesentation und kein Konzert sein, was Euch aber nicht davon abhalten soll. Dauer: Vielleicht 20 min.
Wir suchen auch Blumenschmuck und Leute, die Passanten informieren ueber Sinn und Zweck der Kapelle - gerade an Pfingsten war der Ort gut frequentiert.
Wir haben schon folgendes Programm:
- Sonntag, 22. Mai, 16 Uhr: Mitbring-Andacht. JedeR bringe einen kleinen (wirklich! denn die Kapelle ist klein) Gegenstand mit, der ihm etwas bedeutet. Dieser wird anschliessend in der Kapelle verbleiben, um sie zu schmuecken.
- Sonntag, 29. Mai, 16 Uhr: Brigitte Jaeger laedt ein zu einer Andacht im Kerzenlicht.
Mit sonnigen Gruessen,
Philipp.
p.s.: Das vollständige Protokoll der ausserordentlichen Sitzung des Grossen Rates des Kantons Basel-Stadt vom 12. März zur Zollfreien Strasse ist auf deren Homepage unter http://www.grosserrat.bs.ch/geschaefte_dokumente/_/protokolle/gr-protokoll_2005-03-12.pdf abrufbar. Darin finden sich auch die vertagten Antworten auf die gestellten Fragen.
Infomail Zollfreie Nr. 58
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 9. Mai 2005
Liebe FreundInnen des Auenparks,
seit heute morgen steht an der Wiese eine Kapelle, wo letztes Jahr gezeltet worden war. Wir laden Euch alle ein, sie am Pfingstsamstag, 14. Mai 2005, um 11 Uhr morgens einzuweihen. Fuer diese Feier haben wir die Pfarrer Martin Abraham aus Loerrach und Dr. Georg Vischer aus Basel gewinnen koennen. Sie wird von einem Gospelchor begleitet werden.
Bei dem Gotteshaus, das fuer etwa zwei Monate an der Wiese stehen wird, handelt es sich um den Nachbau der kleinsten, russisch-orthodoxen Kapelle Russlands. Das Vorbild ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Der Kuenstler Ralf Roehr hat sie 2003 angefertigt, um der gewaltsamen Zerstoerung von Lebensraum, Kultur und Umwelt durch den Braunkohletagebau in der Lausitz etwas entgegenzusetzen. Die Lausitz liegt im Suedosten Brandenburgs und ist Heimat der Sorben. Die Badische Zeitung berichtete am Montag, 21. März 2005, ueber eine weitere Lausitzer Gemeinde in einer aehnlichen Situation. Nun ist aus dieser Kapelle eine Wanderkapelle geworden, mittels derer Regionen, in denen die Schoepfung bedroht ist, einander Solidaritaet erweisen, einen Ort zur Besinnung schaffen und ein Zeichen setzen wollen.
Ende Mai oder Anfang Juni wird uns der Bildhauer Roehr besuchen und sein Werk und dessen Geschichte persoenlich vorstellen. Wir werden Euch allen dazu noch eine separate Einladung zukommen lassen.
Naehere Informationen zur Kapelle koennen unter der URL http://www.lacoma.de/archiv/1103kapelle.html nachgelesen und angeschaut werden.
Wir freuen uns auf Euer Kommen.
Mit sonnigen Gruessen,
Philipp.
Infomail Zollfreie Nr. 57
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 18. März 2005
Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,
es ist schon eine Weile her, dass Euch die letzte Infomail erreichte.
Letzten Samstag fand die Sondersitzung des seit dem 2. Februar 2005 amtierenden
Grossrats von Basel-Stadt zum Thema "Zollfreistrasse" statt, die von der
SP-Fraktion beantragt worden war. Ihr habt es auf beiden Seiten der Grenze der
jeweiligen Presse entnehmen koennen, und die entsprechenden Veroeffentlichungen
sind auch schon auf breites LeserInnenecho gestossen.
Erwartungsgemaess zitierte die Presse v.a. die deutschen Gaeste, schliesslich
vertraten sie die Seite der kompromisslosen BefuerworterInnen der ueberfluessigen
Strasse durch das Naherholungsgebiet und taten sich zumindest in Person von
Wolfgang Dietz, des Oberbuergermeisters von Weil am Rhein, voellig ohne Not durch
verbale Ausfaelligkeiten hervor - die Basler Regierung habe den Baubeginn ueber
Jahre verschleppt, und die Basler Bevoelkerung habe in Bezug auf die Erlenmatt
eine falsche Entscheidung getroffen, indem sie nicht seinem bei der
Nachbarschaftskonferenz vom 26. November 2004 vorgebrachten Vorschlag zugunsten
eines LKW-Stauraums folgte (vgl.
Interpellation 04.8089).[1]
Dietz sei mit dem Bus zur Grossratssitzung gekommen, denn dies sei in diesem
speziellen Fall das intelligenteste Verkehrsmittel, weil es das schnellste sei.
Gudrun Heute-Bluhm rechtfertigte die Zollfreistrasse u.a. damit, andernfalls werde
Vertrauen verletzt und die Politikverdrossenheit gefoerdert. Auch wenn fuer Dietz
und Heute-Bluhm die "Zollfreistrasse" das letzte Teilstueck einer Bundesstrasse
zwischen Weil am Rhein und dem Feldberg sei, so betonten sie dennoch deren lokale
Bedeutung fuer das gemeinsame Oberzentrum.
Michael Raith, Riehener Gemeindepraesident, stellte in seinem Referat dar, dass
sich seine Gemeinde von der Zollfreistrasse eine Verkehrsberuhigung erhoffe, die
allerdings erst durch den Ausbau des oeffentlichen Personennahverkehrs dauerhaft
werde. Riehen selbst sei aber gar kein Akteur in Sachen "Zollfreie".
Die neue Basler Regierung wurde von Dr. Guy Morin, der noch ein Jahr zuvor als
einer der ersten sein Zelt an der Wiese aufgeschlagen hatte, und von Barbara
Schneider vertreten. Morin, Vorsteher des Justizdepartements, forderte gerade
auch in Anbetracht des zunehmenden Verkehrs eine Wende zugunsten des oeffentlichen
Verkehrs ein. Sein auch durch unsere Verantwortung zukuenftigen Generationen
gegenueber motivierter Appell zugunsten von Klimaschutz und Luftreinhaltung weckte
Erinnerungen an die Aktion der Aerztinnen und Aerzten fuer Umweltschutz vom
12. August 2004, als sich auch von Euch viele vor das Basler Rathaus legten, um
die durch Luftverschmutzung jaehrlich allein im Kanton Basel-Stadt Sterbenden zu
symbolisieren, und an die EU-Rahmenrichtlinie zur Luftqualitaet, deren Umsetzung
in absehbarer Zeit dazu fuehren wird, dass Innenstaedte entweder mit einer
City-Maut belegt oder zeitweise ganz fuer den motorisierten Individualverkehr
gesperrt werden. Morin widersprach in einem bemerkenswert persoenlichem Statement
den Versuchen Heute-Bluhms, die Regio-S-Bahn zum eineiigen Zwilling der
Zollfreistrasse zu erklaeren. Schneider, Vorsteherin des Baudepartements,
unterrichtete erstmals die Oeffentlichkeit ueber ein am 3. Maerz 2005
unterbreitetes Kompensationsangebot des Kantons an den deutschen Vertragspartner.
Fuer den Fall des Verzichts auf die "Zollfreie" haette Basel-Stadt in erheblichem
Masse den oeffentlichen Nahverkehr auch ausserhalb des Schweizer Staatsgebiets
gefoerdert, und selbst fuer den Fall der Realisierung der "Zollfreien" haette der
Kanton die Aenderung der Trassenfuehrung zugunsten einer Tunnelvariante erheblich
mitfinanziert. Beide Angebote seien aber auf Ablehnung gestossen.
Dr. Susette Biber-Klemm referierte zum juristischen Verhaeltnis zwischen dem
aelteren Staatsvertrag 0.725.122 ueber den Bau der Zollfreistrasse und dem
Uebereinkommen ueber die Erhaltung der europaeischen wildlebenden Pflanzen und
Tiere und ihrer natuerlichen Lebensraeume (Berner Konvention). Sie stellte fest,
dass am Schlipf gemaess der Berner Konvention streng geschuetzte Vogelarten
vorkaemen. Die Berner Konvention sei wenigstens teilweise auf den Fall
"Zollfreistrasse" anwendbar. Alle Vertragsparteien seien durch die Konvention zur
Zusammenarbeit verpflichtet, diese Arten zu schuetzen. Hinsichtlich der
Hierarchie zwischen Staatsvertrag und Artenschutzabkommen seien zuviele Fragen
ungeklaert, als dass man zum jetzigen Zeitpunkt mit dem Bau der Strasse beginnen
koenne. Biber-Klemm persoenlich tendiere dazu, aufgrund der Wiener
Vertragsrechtskonvention, Art. 30, der Berner Konvention Vorrang vor dem
Staatsvertrag einzuraeumen.
Prof. Dr. Peter Huggenberger berichtete ueber die geologisch-hydrogeologische
Situation und ihre Implikation für das Projekt. Hangrutschgefahr und Gefaehrdung
des Grund- und damit des Trinkwassers seien nicht hinreichend untersucht. Als
besonders riskant sowohl waehrend der Bauphase als auch im weiteren Betrieb
beurteilte er die derzeit geplante Streckenfuehrung. Neueste Simulationen zum
Wasserabfluss belegten die gerade im Baubereich oft sehr kurzen Zeitspannen, bis
Oberflaechenwasser in das Grundwasser gelangt sei. Unterlassene Untersuchungen
oder die Unvorhersehbarkeit des Wasseranfalls haetten in aehnlichen Situationen
wie der DB Neubaustrecke Ingoldstadt-Nuernberg zu Schwierigkeiten und
Kostensteigerungen gefuehrt. Der Einsatz von Betonadditiven koenne zu
Verunreinigungen des Grundwassers beiderseits der Grenze fuehren.
Dr. Heinz Reust vertrat die Volksinitiative "Zum Schutze der Naturgebiete entlang
des Flusslaufs der Wiese als Lebensraum wildlebender Pflanzen und Tiere sowie als
Naherholungsraum" (Wiese-Initiative). Heute haetten sich gegenueber der Zeit des
Abschlusses des Staatsvertrags 0.725.122 die Verhaeltnisse grundlegend geaendert,
was gemaess des Staatsvertrags selbst eine Neuverhandlung ermoegliche: Wir
daechten heute anders als damals ueber die Schutzbeduerftigkeit bedrohter Tiere
und Pflanzen und des Klimas; Weil und Loerrach seien seit einigen Jahren schon
durch eine Autobahn zollfrei miteinander verbunden - was den deutschen
Bundesrechnungshof juengst dazu veranlasst habe, seine seit 1986 bestehende
Kritik an der Finanzierung der Zollfreistrasse durch den Bund zu erneuern; die
Geologie und Hydrologie stellten erhebliche Schwierigkeiten beim Bau der
Zollfreistrasse dar, die ebenfalls Neuverhandlungen rechtfertigten. Die
Initiative solle weitere Inventarisierungen des betroffenen Gebiets im Sinne der
Berner Konvention, den Schutz des Lebensraums Wiese und den des
Naherholungsraums Wiese anstossen.
Alle Referate koennen auf der
Homepage des Grossen Rates des Kantons Basel-Stadt nachgelesen werden.
In den naechsten Wochen wird das Baselstaedtische Appellationsgericht ueber die
Rechtmaessigkeit der Rodungsbewilligung entscheiden.
Die IG Auenpark am Schlipf, die es informell schon laenger gibt, wurde am
1. Maerz 2005 offiziell als Dachverband aller der Zollfreistrasse gegenueber
kritisch eingestellten Verbaende und Parteien gegruendet. Dieter Stumpf-Sachs
wird sie professionell koordinieren.
Regio ohne Zollfreistrasse und IG Auenpark am Schlipf haben ueber Jahre hinweg
in bester grenzueberschreitender Zusammenarbeit ein breites Arsenal an Mitteln
des gewaltfreien Widerstands fuer den Erhalt des betroffenen Naherholungsgebiets
und Lebensraums der Oeffentlichkeit vorgestellt. Ganz in diesem Sinne zitierte
denn auch die Basler Zeitung Dr. Martin Vosseler mit den Worten, der Widerstand
gehe weiter, "mehr denn je".[2]
Termine:
2. April 2005, 16 Uhr: Zollfrei Z'Vieri an der Wiese
3. April 2005: Keine Pharmafabrik im Grossen Moos bei Galmiz (FR),
Kundgebung 14.30 Uhr in Muntelier (FR) am Bahnhof
Quellen:
[1]. Badische Zeitung, Kreis Loerrach, 1. Dezember 2004.
[2]. Basler Zeitung. 14. Maerz 2005.
Mit sonnigen Gruessen,
Philipp.
Infomail Zollfreie Nr. 56
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 15. Oktober 2004
Liebe WiesenauenfreundInnen
Die Wahlen in Basel-Stadt stehen vor der Tür. Für Unschlüssige wollen wir von der RoZ eine Empfehlung abgeben um unserem Anliegen möglichst viel Gewicht in der Regierung zu geben.
- Wir empfehlen die Liste der SP und Grünen. Die Wahlempfehlung gilt nur für den Regierungsrat. Wir geben für den Grossrat keine Empfehlung ab, weil sich unzählige Einzelpersonen aus verschiedenen Parteien, sowie auch mehrere Parteien gegen die Zollfreistrasse eingesetzt haben.
- Wählt speziell Barbara Schneider. Sie hat sich lange für uns eingesetzt und hat eine sehr schwierige Stellung in der Regierung. Ohne sie findet unser Anliegen kein Gehör mehr in der Regierung.
- Wählt speziell Guy Morin. Wir haben in den letzten Monaten gesehen, wie sich Guy Morin gegen die Zollfreistrasse einsetzt. Käme er in die Regierung, wäre uns viel geholfen!
Der Winter naht und es wird kälter und früh dunkel. Durch den Entscheid des Bundesgerichts haben wir Zeit gewonnen und müssen nicht mehr in absoluter Alarmbereitschaft stehen. Deshalb findet das Zollfrei Zvieri wie folgt statt:
Jeden Samstag bis Ende Oktober, d.h. 16., 23., 30. Oktober 2004
Ab dann jeden ersten Samstag im Monat (auch November), d.h. 6. November, 4. Dezember
Mit sonnigen Grüssen
Mirjam Ballmer
Infomail Zollfreie Nr. 55
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 17. September 2004
Liebe FreundInnen der Wiesenauen,
das Schweizer Bundesgericht hat entschieden, und es hat in unserem Sinne
entschieden. Die aufschiebende Wirkung der offenen Fragen rund um die
Rodungsbewilligung wurde vom Lausanner Gericht anerkannt, damit wurde
das gegenteilige Urteil des Basler Verwaltungsgerichts aufgehoben. Dies
gibt dem Auenpark, uns und den Juristen der Anlieger und der IG Auenpark
am Schlipf mehrere Monate Zeit. Wir können es noch kaum fassen, denn
das Urteil hätte auch anders ausgehen können, und dann sähe es nun,
da Ihr diese Email lest, im Auenpark schon ganz anders aus.
Aus Anlass dieser guten Nachricht lädt Regio ohne Zollfreistrasse zu
einem Fest an der Wiese ein, das im Anschluss ans Z'Vieri morgen ab
17 Uhr stattfinden wird. Bitte bringt Essen und Getränke zum Teilen mit.
Musikalische Einlagen Eurerseits sind herzlich willkommen.
Auf diesem Wege sei schon einmal allen herzlich gedankt, die zu dieser
Entscheidung des Schweizer Bundesgerichts und zum jahrzehntealten,
grenzüberschreitenden Widerstand gegen die "Zollfreie" beigetragen
haben. Danke für Eure finanzielle Unterstützung, danke für Eure
Präsenz im Camp und bei Veranstaltungen, danke für Gebete, danke für
die rechtliche Vertretung von Anrainern und IG Auenpark, danke für
(Leser-) Briefe, danke fürs Unterschriftensammeln, danke für Eure
Bereitschaft zum Baumschutz, danke für vieles andere!
Das Camp wird nach dieser Entscheidung abgebrochen werden, eine weitere
Bewachung von Camp und Infrastruktur ist daher nicht mehr nötig.
Beim Z'Vieri am Samstag um 16 Uhr an der Wiese erfahrt Ihr mehr.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp.
Infomail Zollfreie Nr. 54
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 16. September 2004
Liebe WiesenauenfreundInnen
Die Fällung der Bäume hat zwar noch nicht begonnen, dies kann aber jeden Tag geschehen. Bei einem negativen Entscheid des Bundesgerichts, kann sofort begonnen werden. Haltet Euch also bereit.
Die Firma Baum und Garten AG hat den Auftrag erhalten, die Bäume zu fällen. Da die Zollfreistrasse unserer Ansicht nach rechtlich nicht gebaut werden darf, würde sich die Firma bei einer Fällung strafbar machen. Wir fordern die Firma auf, den Auftrag zurück zu weisen. Schreibt auch einen Brief mit dieser Forderung.
Adressen: Baum und Garten AG, Zürcherstr 51, 8620 Wetzikon
Gebrüder Straumann AG, Hegibergstr. 80, 46323 Trimbach
Angehängt ist ein Flyer des Sternspazierganges vom 18. September. Ein Themenspaziergang führt zu den Wiesenauen. Er wird von Daniel Küry und Denise Schenkel geführt.
Sonnige Grüsse
Mirjam
Anhang: PDF-Dokument Sternspaziergang vom 18. September
Infomail Zollfreie Nr. 53
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 10. September 2004
Liebe Freundinnen, liebe Freunde vom Auenpark am Schlipf,
Ein paar aktuelle Punkte:
-
Die Baumfällung war für den 9.9. vorgesehen. Die Firma Baum und Garten AG Wetzikon hatte den Auftrag. Der superprovisorische Baustopp des Bundesgerichts am 8.9. um 16 20 Uhr hat die Gefahr wieder für einmal gebannt. Der Alarm am 8.9. hat geklappt - eine gelungene Hauptprobe. Bei all denjenigen, die alarmiert wurden, jedoch keine Entwarnung bekamen und diese auch in den Medien verpassten, möchten wir um Entschuldigung bitten. Wer das Not-SMS nicht erhalten hat und nächstes mal gerne informiert werden möchte, soll das Philipp Bachmann alarm(@)auenpark.ch (Spam-Schutzklammern entfernen) melden.
-
Jedem Alarm liegen möglichst gut recherchierte Quellen und ein Vorstandsbeschluss zugrunde. Uns über einen Fälltermin und Baubeginn im Unklaren zu lassen, ist klare (Zermürbungs-) Strategie des Regierungsrates.
-
Das nächste Zollfrei-Zvieri vom 11.9. wird rechtsufrig beim Auenwald am Fusse des Schlipfs durchgeführt (Zugang neben Riehener Badanstalt).
-
Wir rufen ab sofort zum Campieren beim Auenwald auf. Je mehr von uns zu Beginn eines nächsten Räumungsversuchs sur place sind, desto besser. Auch wird die Bewachung der Bauminstallationen einfacher.
-
Wir bereiten für den Wochenbeginn ein JuristInnen-Hearing vor, um nochmals eingehend auf die Erklärung der Regierung vom 6.6. einzugehen.
-
Zeit nutzen, Bekannte und FreundInnen zum Baumschutz einladen, LeserInnenbriefe schreiben, der Regierung, den Baufällern, den Bauarbeitern gute Energie schicken.
Mit herzlichen Grüssen,
Jsabella, Martin, Mirjam
Infomail Zollfreie Nr. 52
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 8. September 2004
Liebe Freundinnen und Freunde der Wiesenauen,
das Schweizer Bundesgericht hat soeben eine superprovisorische
Verfügung in Sachen "Zollfreistrasse" erlassen. Damit sind Fällung der
Bäume und Beginn des Brückenbaus vorerst gestoppt, bis das
Bundesgericht ein Urteil gefällt hat.
Lasst uns diesen Zeitgewinn doch im Rahmen des andauernden Fests an der
Wiese "Aufbäumen statt Abräumen" heute abend feiern.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp
Infomail Zollfreie Nr. 51
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 6. September 2004
Liebe Freundinnen und Freunde der Wiesenauen,
aufgrund dunkler Vorahnungen bei bestem Wetter hat am Wochenende das
grenzüberschreitende Fest "Aufbäumen statt Abräumen" an der Wiese
begonnen. Besonderen Zuspruch auch der Medien fand das von der Werkstatt für Gewaltfreie Aktion Baden durchgeführte
Gewaltfrei-Training. Da laufend neue Gesichter zum Fest hinzustossen,
wird das Training auch heute wiederholt. Wie schon zu Zeiten unserer
beiden Camps fanden gestern im Laufe des Tages einige Benefizbeiträge
statt - Jonglage, Alphornkonzert, Celloduett, Akkordeon- und
Banjo-Musik, Buttonmalen für Kinder, Kuchenspenden et al. Allen, die
bislang zum Gelingen des Festes beigetragen haben, herzlichen Dank!
Viele Camper wachten über Nacht und hörten heute um 10 Uhr aufmerksam
Radio, denn für diesen Zeitpunk hatte der Regierungsrat eine Mitteilung
angekündigt.
Die Basler Regierung hat ihr Schweigen gebrochen und die Medien über
ihr weiteres Vorgehen in Sachen "Zollfreistrasse" orientiert. Die
Brutzeit werde abgewartet, dann werde noch im September mit dem Bau
begonnen. Es habe kein Verhandlungsspielraum mehr bestanden. Der
Staatsvertrag müsse erfüllt werden, obwohl der Regierungsrat
unverändert der Meinung sei, dass die "Zollfreistrasse" heute nicht
mehr zeitgemäss sei. Die Ziele der Strassengegner seien durchaus
ehrbar. Die Gemischte Kommission habe einstimmig gehandelt. Dem Grossen
Rat sei heute zugesichert worden, dass die "Wiese-Initiative" prioritär
behandelt werde; die beeindruckende Anzahl an Unterschriften der
baselstädischen Stimmberechtigten könne aber den Vollzug des
Staatsvertrags nicht verhindern. Die Bevölkerung möge anerkennen, dass
der Regierungsrat alle Mittel ausgeschöpft habe. Der Baubeginn werde im
laufenden Monat ausgeführt.
Diese Meldung zeigt, dass es richtig war, am Wochenende wieder damit
begonnen zu haben, Präsenz zu zeigen. Völlig unverständlich findet
Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ) die Passivität, in die sich der Basler
Regierungsrat argumentativ hineinflüchtet, denn wie RoZ und IG Auenpark
am Schlipf zuletzt am Dienstag der Öffentlichkeit erneut ausfürhlich
der Öffentlichkeit mitteilten, ist der Kanton Basel-Stadt sehr wohl
neben dem Schweizer Bund ein Vertragspartner mit den deutschen
Behörden. Nach Auffassung der RoZ und ihrer Anwälte läuft ein
sofortiger Beginn des Brückenbaus dem Staatsvertrag diametral entgegen.
Die RoZ hält ihren jahrzehntealten gewaltlosen Widerstand gegen die
"Zollfreistrasse" nicht allein für legitim, sondern sieht sich auch im
Recht. Ein baldiger erster Spatenstich wäre dagegen illegal.
Die Mitteilung des Regierungsrates setzt leider das Raten über das
konkrete Datum eines Baubeginns fort. Die RoZ bedauert sehr, dass sich
ein Gremium, das nach eigener Auffassung selbst gegen die
"Zollfreistrasse" ist, sich nicht dazu in der Lage sieht, das Datum des
Baubeginns zu benennen.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp
Infomail Zollfreie Nr. 50
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 3. September 2004
Liebe Freundinnen und Freunde der Wiesenauen,
kommt alle zu unserem Fest am Sonntag im Auenpark an der Wiese bei der Grenze
in Riehen ab 11 Uhr! Wir feiern das kostbarste Naturgebiet des Kantons. Musik
und Spass für Gross und Klein.
Mitbringen: Essen und Trinken für Euch und für grosse Teilete, Musikinstrumente
etc., Schlafsack, Gehörschutz (Motorsägen).
Entscheid der Regierung gefällt? Bäume noch nicht! Das Fest wird andauern,
bis wir mit der Aktion "Schutz-Schild" die Bäume bewahrt haben. Richtet
Euch auf ein längeres Fest ein!
Verteilt bitte diese Einladung an Eure Bekannten und Eure eigenen Email-Verteiler!
Ein Plakat zum Ausdrucken findet Ihr auf unserer Homepage: Download.
Wir wollen schon am Samstag nach dem Z'Vieri gemeinsam an der Wiese übernachten.
Für das Z'Vieri habe wir einen erfahrenen Gewaltfrei-Trainer gewinnen können.
Kommt, denn es ist wichtig und interessant!
Bitte gebt diese Information an Interessierte weiter.
Mit sonnigen Grüssen,
Kristian
Infomail Zollfreie Nr. 49
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 31. August 2004
Liebe WiesenauenfreundInnen,
heute erhaltet Ihr folgende Informationen zur Lage:
- Wiese-Initiative und -Petition,
- Fazit der heutigen Pressekonferenz der IG Auenpark - enthält neuen Argumentationskatalog,
- Haltung der Basler Regierung, und
- Einladung zum Z'Vieri.
zu 1.:
Es konnten 6.188 Unterschriften innerhalb von nur gut zwei Wochen gesammelt und eingereicht werden. Allen, die dazu beigetragen haben, sagt die IG Auenpark am Schlipf, Trägerin der Initiative, ein herzliches Dankeschön!
Mit über 50% Übererfüllung dokumentiert die baselstädtische Bevölkerung sehr deutlich ihren Wunsch, über das umstrittene Projekt "Zollfreistrasse" abzustimmen. Würde dieses legitime Anliegen in unmittelbarer Zukunft unter fallenden Bäumen begraben, wäre dies nach Auffassung von IG Auenpark und RoZ eine völlig intolerable Missachtung desselben.
Es gehen weiterhin ausgefüllte Initiativboegen ein. Bis heute konnten insgesamt fast 7.000 Unterschriften gesammelt werden. Aus juristischen Gründen können die neu eingehenden Unterschriften nur als Petition gewertet werden. Die Petition wurde noch nicht ihren Adressatinnen und Adressaten zugestellt - es werde also bitte weiterhin eifrig gesammelt!
Wie zu erwarten war, hat die Zollfreistrasse gerade auch durch die Wiese-Initiative wieder in den regionalen Medien an Präsenz gewonnen, und das ist gut so - schliesslich soll unser Thema z.B. bei den anstehenden Wahlen nicht nur ein Randthema sein.
zu 2.:
"Man kann nicht mit einem Projekt beginnen, solange dazu verschiedene, gegensätzliche Meinungen von kompetenten und wichtigen Personen vorherrschen", brachte Martin Vosseler die heutige Pressekonferenz der IG Auenpark am Schlipf auf den Punkt, denn es trage nicht zu einer Klärung bei, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, sondern nur miteinander zu sprechen, und sei es auch vor Gericht.
Die IG Auenpark konnte mithilfe der versammelten Anwälte darlegen, dass mit dem Bau der Brücke als erstem Teil der Zollfreistrasse aus heutiger, ganz aktueller Sicht wegen sieben Gründen vorerst nicht begonnen werden darf:
- Staatsvertrag von Lugano von Deutschland nicht eingehalten: Deutschland erklärt, den Staatsvertrag von Lugano nicht einhalten zu können. Damit wird ein Eckpfeiler aus dem NEAT-Konzept (genügende Transportkapazität für Güterverkehr) herausgebrochen. S. v. Ungern-Sternberg am Schweizer Fest in Südbaden (Ausschnitt aus der BaZ vom 2.8.04): "... Vielmehr sei Selbstkritik angebracht. Etwa bezüglich der Rheintalbahn, deren Bau bis 2012 Deutschland in den Verträgen von Lugano staatsvertraglich zugesichert hat. «Der Planungsstopp ist zwar aufgehoben, doch finanziell ist nichts geklärt. Deutschland, das steht fest, kann den Vertrag nicht erfüllen.»" Es geht nicht um "Wie du mir so ich dir", sondern um die Erkenntnis, dass auch Staatsverträge dem Wandel der Zeit unterworfen sind und neu auftretende Aspekte berücksichtigen müssen.
- Intervention des Kantonsgeologen vom 14. August 2004: Der Kantonsgeologe Prof. Dr. Peter Huggenberger fordert wegen grossen Risikopotenzials gründliche Abklärungen zu den Wasserbilanzen und der Wasserwegsamkeit des Schlipfs beim Baugebiet vor allfälligem Baubeginn.
- Rekurs beim Appellationsgericht Basel-Stadt als Verwaltungsgericht vom 27.8.2004 wegen formellen Mängeln beim Verlängern der Rodunsgbewilligung durch lic. iur René Brigger auf Grund eines Gutachtens von Dr. Andreas Brunner, Richter am Verwaltungsgericht BL und am eidgenössischen Versicherungsgericht.
- Dringende Eingabe in Sachen Fällstopp an das Bauinspektorat am 30.8.2004 wegen drohender Verletzung des § 2 des Technischen Berichts des Staatsvertrags (noch nicht abgeschlossene Enteignung, Etappierung) durch lic. iur. René Brigger auf Grund eines Gutachtens von Dr. Andreas Brunner. Da die technischen Ausführungsbestimmungen rechtlich Teil des Staatsvertrags seien und ein sofortiger Baubeginn den technischen Ausführungsbestimmungen widerspreche, verböte der Staatsvertrag selbst einen Baubeginn zum jetzigen Zeitpunkt, so Brunner beim heutigen Medienanlass. Es sei daher das Gegenteil dessen richtig, was die deutsche Regierung und die Mehrheit der Basler Regierung bislang behauptet hätten. Weil die Enteignung 30 Jahre lang nicht erfolgt ist, kann der Strassenbau darüber hinaus nicht jetzt plötzlich zur dringlichen Sache erklärt werden.
- Berner Abkommen: Europäische Magna Charta zum Schutze seltener Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume. Das Baugebiet ist der kostbarste Lebensraum des Kantons Basel-Stadt (mind. 17 geschützte Tierarten, mehrere geschützte Pflanzenarten). Das erfordert eine gründliche Erforschung und Inventarisierung. Schweiz und Deutschland sind bisher ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen nicht nachgekommen. Beurteilung einer Eingabe incl. Gutachten (Dr. Susette Biber, Lehrbauftragte Umweltrecht Uni Basel, Advokaten Miescher und Studer) an den Ständigen Ausschuss des Berner Abkommens in Strassburg durch Pro Natura Basel und den Bund fuer Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist hängig. In der Vergangenheit hat sich das Berner Abkommen bereits mehrfach als starkes Instrument erwiesen.
- "Wiese-Initiative": 6200 Unterschriften (50 % mehr als das Quorum) innert 15 Tagen. Laut Meinungsumfrage von telebasel sind 75% (www.telebasel.ch, aktueller Stand 28.8., 19 Uhr) dafür, dass über die Initiative abgestimmt werden soll.
- Prof. Dr. Martin Schubarth, ehemaliger schweizerischer Bundesrichter, äusserte jüngst, die "Berner Konvention" sei als multilaterales Abkommen höher zu bewerten als der bilaterale Staatsvertrag zur "Zollfreien".
zu 3.:
Seit Tagen hatten viele von uns mit Hoffen und Bangen auf eine Stellungnahme des Basler Regierungsrats gewartet. Regierungsrätin und Baudirektorin Barbara Schneider, standhafte Gegnerin der Zollfreistrasse, hatte sich nämlich letzte Woche für ein Moratorium ausgesprochen, als sich der überwältigende Erfolg der Wiese-Initiative bereits abzeichnete.
Der Rat äusserte sich heute nur wie folgt:
"Der Regierungsrat hat ausserdem sich heute nochmals intensiv mit der geplanten Zollfreistrasse beschäftigt. Dies auch unter besonderer Berücksichtigung der Wiese-Initiative, die am vergangenen Freitag mit rund 6.200 Unterschriften eingereicht wurde. Im Sinne einer umfassenden Orientierung wird der Regierungsrat die Mitglieder des Grossen Rates am Montag, 6. September schriftlich informieren. Gleichzeitig wird er die Öffentlichkeit über die Medien orientieren. Hierzu findet ebenfalls am Montag, 6. September 2004 um 10 Uhr, im Vorzimmer des Grossratssaals, eine Medienorientierung statt, zu der die Medien separat eingeladen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt werden keine weiteren Statements zum Bau der Zollfreistrasse abgegeben." [ Quelle]
zu 4.:
Der Widerstand gegen die Zollfreistrasse ist nun schon mehrere Jahrzehnte alt, doch war die Lage selten spannender und auch angespannter als jetzt. Die Vögel hören bald auf zu brüten, und noch ist die Zukunft des Auenparks völlig unklar.
Topaktuelle Informationen gibt's wie immer auf der RoZ-Homepage und nicht zuletzt beim wöchentlichen Z'Vieri am Samstag um 16 Uhr an der Wiese.
Bitte gebt diese Information an Interessierte weiter.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp
Infomail Zollfreie Nr. 48
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 24. August 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen,
wie Ihr heute der Basler Zeitung entnehmen koennt, habe der Basler Regierungsrat das Datum für die Fällaktion der Bäume am Wiese-Ufer im Zusammenhang mit dem Bau der Zollfreistrasse festgelegt. Der Termin werde zwar geheimgehalten, stehe aber offenbar unmittelbar bevor. [ Quelle]
Sehr wichtig ist daher, dass wir alle unser Ziel, bis Ende August mindestens 4.000 Unterschriften fuer die kantonale Volksinitiative "Zum Schutze der Naturgebiete entlang des Flusslaufs der Wiese als Lebensraum wildlebender Pflanzen und Tiere sowie als Naherholungsraum" (kurz: "Wiese-Initiative") zu sammeln und einzureichen, gemeinsam verfolgen. Gestern konnte die IG Auenpark am Schlipf, die Trägerin der Initiative, die Medien darüber orientieren, dass schon über 2.800 Unterschriften dank der tatkräftigen Mithilfe von Euch innerhalb der letzten zehn Tage seit der Demonstration auf dem Marktplatz gesammelt werden konnten. Eine ähnliche Zahl an Personen habe die Petition gezeichnet. [ Quelle]
Damit wir alle die nächsten sieben Tage sinnvoll und effizient zum Sammeln nutzen können, meldet Euch bitte bei wiese_initiative(at)freesurf.ch *) und teilt mit, wann Ihr etwas Zeit erübrigen könnt.
Vorschläge für Sammelorte:
RoZ-Stand Samstag, 28. August 9-17 Uhr beim Brunnen in der Freien Strasse (Basel)
vor COOP am Bahnhof SBB, NT-Areal, Unternehmen Mitte, Isaak, vor Kinos, Andreasplatz, Warteck, Rheinufer, Kaserne, Badi, Schulen, Gundeldinger Feld, Gare du Nord, Kollegen.
Bögen für Initiative und Petition findet Ihr auf der Homepage der RoZ.
Bitte wartet jeweils nicht, bis ein Initiativbogen vollständig
ausgefüllt worden ist, bevor er der RoZ zugeht - reicht ihn bitte
möglichst bald ein, auch wenn er unvollständig ist.
Die Zollfrei Z'vieris finden weiterhin jeden Samstag um 16 Uhr an der
Wiese statt. Dort werden jeweils die neusten Informationen bekannt gegeben.
Bitte gebt diese Information an Interessierte weiter.
Mit verregneten Grüssen,
Philipp
*) Spam-Schutz: in der Mail-Adresse '(at)' durch '@' ersetzen
Infomail Zollfreie Nr. 47
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 19. August 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
Die Unterschriftensammlung für Wiese-Initiative und -Petition sind am laufen. Bitte schickt Eure Unterschriftenbögen wenn möglich bis zum 20. August (nicht 20. Sept.) ab! Natürlich sind auch später eingereichte Bogen noch gut. An den kommenden zwei Samstagen gibt es in der Stadt Stände an denen gesammelt wird. Wir brauchen dort noch HelferInnen:
Samstag, 21. August 9-17 Uhr an der Schifflände bei der Amazone (Basel)
Samstag, 28. August 9-17 Uhr beim Brunnen in der Freien Strasse (Basel)
Bitte meldet Euch bei (eMail:) wiese_initiative(at)freesurf.ch *), wenn Ihr ein paar Stunden helfen könnt!
Samstag, 21. August Matthäusplatzfest 12-24 Uhr
Samstag, 21. August Davids Eck-Fest 12-22 Uhr
Samstag, 28. August Klybeckstrassenfest 11-24 Uhr
An diesen Festen wird versucht ein Stand zu organisieren, wo Ihr Euch melden könnt. Es kann aber auch frei gesammelt werden!
Nutzt Gelegenheiten wie das Rheinfloss, das Rheinbord, NT-Areal, etc. zum Sammeln!
Wir suchen noch jemanden, der/die weitere Fahnen und T-shirts mit unserem Logo produzieren kann. Falls jemand eine solche Möglichkeit hat, bitte melden bei (eMail:) roz(at)auenpark.ch *).
Sonnige Grüsse
Mirjam
*) Spam-Schutz: in der Mail-Adresse '(at)' durch '@' ersetzen
Infomail Zollfreie Nr. 46
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 10. August 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
Heute hat eine Pressekonferenz von ProNatura zusammen mit der IG Auenpark stattgefunden und über die Lancierung der neuen Wiese-Initiative und der Wiese-Petition informiert. Um 18.53 wird auf TeleBasel, um 19 Uhr auf SF1 darüber berichtet.
Nun seid Ihr gefragt:
- Unter http://www.roz.auenpark.ch/ Unterschriftenbogen herunterladen und kopieren
- Vor dem Sammeln den Initiativtext und die Instruktionen auf dem Unterschriftenblatt genau durchlesen. Das Infoblatt befindet sich auf der Rückseite des Initiativbogens.
- Bis zum 20. August möglichst viele Bogen füllen und an angegebene Adresse senden
- Bitte beachten: Nur stimm- und wahlberechtigte, im Kanton Basel-Stadt wohnhafte Personen dürfen die Initiative unterschreiben. Bitte darauf achten, dass bei der Initiative nach den 3 Gemeinden Basel, Riehen und Bettingen getrennt gesammelt werden muss! Unterschriften auf dem Bogen einer anderen Gemeinde als der jeweiligen Wohngemeinde sind ungültig ! Nach Abklärung von Unterschriftsberechtigung und Wohngemeinde soll die Initiative und anschliessend die Petition unterschrieben werden. Personen, die ausserhalb des Kantons Basel-Stadt wohnen, dürfen nur die Petition unterschreiben (auch Einwohner der Bundesrepublik Deutschland).
Ziel: über 4'000 gültige Initiative-Unterschriften bis 20.8.2004.
Demo: Es muss noch viel Werbung für die Demo gemacht werden! Abzuholen auch bei Repro-Flash, Herr Mengel, Mittlere Str. 24 (nähe Uni), 061 263 27 80 (nicht zwischen 12.30 bis 13.45).
Ideen:
- Ein A4-Flyer an die Lenkstange des Fahrrades kleben, das erziehlt äusserst viel Aufmerksamkeit.
- Plakat am Briefkasten, Haustüre, Bürotüre o.ä. aufhängen
- Flyer den Nachbarn einwerfen
Für den weiteren Verlauf sind Unterschriftensammlung und Grossdemo äusserst wichtig! Alle müssen mithelfen, dann schaffen wir's!
Sonnige Grüsse und bis am Donnerstag 18 Uhr auf dem Marktplatz!
Mirjam
Infomail Zollfreie Nr. 45
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 5. August 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
Das zweite Mediationsgespräch zwischen Regierungsratsmitgliedern und der RoZ hat gestern stattgefunden. Es wird nun versucht mit den Gutachten zum Berner Artenschutzabkommen über Bern Unterstützung zu bekommen.
Nächste Woche am 12. August findet die grosse Demonstration gegen die Zollfreistrasse statt. Es sollen mindestens gleich viele Leute sein, wie bei der letzten! Kommt auch um 18 Uhr auf den Marktplatz und bringt, Nachbarn, Freunde und Verwandte mit!
Plakate und Flyer wurden gedruckt und können an der Riehenstrasse 57 4058 Basel (RoZ-Briefkasten, befindet sich in einer Hofeinfahrt) Tag und Nacht geholt werden. Bitte nehmt nur soviel, wie Ihr wirklich verteilen oder aufhängen könnt (Plakate bitte nur auf offiziellen Plakatflächen). Im Anhang die Datei zum selber ausdrucken. Helft mit, dass wir nochmals zeigen können, wie grosse und breit der Widerstand gegen die Zollfreistrasse ist!
Im Anhang nochmals die Ankündigung zum Gespräch zwischen Guy Morin und Martin Vosseler über alternative Mobilität (11. August 19.30).
Die Zollfrei Z'vieris finden weiterhin jeden Samstag um 16 Uhr an der Wiese statt. Dort werden jeweils die neusten Informationen bekannt gegeben.
Mit sonnigen Grüssen
Mirjam Ballmer
Anhang:
Flugblatt zur Demo gegen die Zollfreistrasse am 12. August auf dem Basler Marktplatz (PDF-Dokument)
Einladung zum Gespräch zwischen Martin Vosseler und Regierungsratskandidat Guy Morin (PDF-Dokument)
Infomail Zollfreie Nr. 44
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 12. Juli 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
Am 7. Juli hat eine Pressekonferenz stattgefunden, an der die JuristInnen das Kurzgutachten zur Zollfreistrasse vorstellten. Darin wird dargelegt, dass ein Bau der Strasse in verschiedener Hinsicht rechtlich problematisch ist. Lest das Gutachten selbst auf unserer Homepage ( ganzes PDF-Dokument herunterladen). Die Arbeit der JuristInnen kostet natürlich Geld. Die RoZ ist auf Eure finanzielle Unterstützung angeweisen und dankt für jeden Beitrag!
(Regio ohne Zollfreistrasse, Basel PC 40-12626-4)
Im Anhang ist ein Infobrief enthalten, der Anfang dieser Woche an alle RoZ-Interessierten, von denen wir die Postadresse haben, verschickt wird. Dies, damit wir auch Leute ohne E-mail etwas auf dem Laufenden halten können. Aus administrativen Gründen werden auch E-mail-EmpfängerInnen, die ihre Adresse angegeben haben, den Brief erhalten. Er darf dann gerne an Freunde und Bekannte weiterverteilt werden!
Als weiterer Anhang die Einladung zum Gespräch zwischen Martin Vosseler und Regierungsratskandidat Guy Morin. Anhand des Filmes von Martin Vosseler über seine Fussreise nach Betlehem diskutieren sie an diesem Abend über alternative Mobilität.
Die Zollfrei Z'vieris finden weiterhin jeden Samstag um 16 Uhr an der Wiese statt.
Mit sommerlichen Grüssen
Mirjam Ballmer
Anhang:
Kurzgutachten zur Zollfreistrasse (PDF-Dokument)
Infobrief an alle RoZ-Interessierten (PDF-Dokument)
Einladung zum Gespräch zwischen Martin Vosseler und Regierungsratskandidat Guy Morin (PDF-Dokument)
Infomail Zollfreie Nr. 43
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 2. Juli 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
Am Montag 19. Juli um 18 Uhr findet in der Leonhardskirche eine Andacht zur Bewahrung der Schöpfung statt. Dabei wird Freiherr Stephan Spies-von Büllesheim, Rechtsanwalt, CDU-Stadtrat aus Dresden und Verbündeter der ZollfreigegnerInnen eine Ansprache halten. Das genaue Programm ist im Anhang enthalten. Wir freuen uns auf viel Besuch!
Am Mittwoch hat ein Mediationsgespräch zwischen Regierungsmitgliedern (B. Schneider und H. Schild) und RoZ-VertreterInnen stattgefunden. Die Positionen bleiben weiterhin bestehen: Die Regierung wird den Bau vorantreiben, die RoZ wird Widerstand leisten. Wir finden es trotzdem wichtig, im Gespräch zu bleiben. Ein weiterer Termin ist geplant.
Die Zollfrei Z'vieris finden auch weiterhin jeden Samstag statt. Dort werden die neusten Informationen weitergegeben. Treffpunkt ist jeweils um 16 Uhr am Ort des Zollfreicamps an der Wiese.
Sommerliche Grüsse
Mirjam
Infomail Zollfreie Nr. 42
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 14. Juni 2004
Liebe WiesenauenfreundInnen
Am Samstag haben wir am Z'vieri den Rest des Camps aufgeräumt. Einige Zelte standen noch und auch sonst war noch Material auf dem Platz. Damit wir das Gebiet aber wirklich sauber hinterlassen konnten, haben wir nun alles zu Urs Rinklin (Weingut Rinklin) auf der anderen Seite der Wiese gebracht. Gewisse Zelte (kaputt o.ä.) wurden in Säcke verpackt. Wer sein Material noch nicht geholt hat, kann das bis Ende Woche bei Urs tun. Was bis dann nicht abgeholt wird, wird entsorgt!
Bitte sagt dies weiter, falls jemand kein E-mail hat!!
Nächstes Z'vieri am nächsten Samstag 19. Juni 16 Uhr.
Sonnige Grüsse
Mirjam
Infomail Zollfreie Nr. 41
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 10. Juni 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
Das Camp wurde nun vorübergehend geräumt. Wir bitten alle, ihr Material bis Ende Woche zu holen!
Die Zollfrei-Zvieris werden weiterhin wöchentlich am Samstag um 16 Uhr stattfinden. Es wird immer mindestens eine informierte RoZ-Ansprechperson anwesend sein.
Es wird nun die nächste grosse Kundgebung auf dem Marktplatz geplant: Donnerstag, den 12. August, 18 - 19 Uhr. Wer hilft mit in der Vorbereitungs-Gruppe? Wir brauchen einen Koordinator, eine Koordinatorin!! Bitte meldet euch bei mir.
Von der Juristin Denise Buser wurde eine neue Initiative formuliert. Es wird nun abgeklärt, ob wir die Initative lancieren wollen und wer diese, sowie eine gleichlautende Petition (kann von allen unterschrieben werden) lancieren könnte. Zur Finanzierung der Juristen und der weiteren laufenden Kosten macht die RoZ einen Spendenaufruf. Vielen Dank für Eure Unterstützung! Konto-Nr. 40-12626-4 (ROZ Regio ohne Zollfreistrasse, 4058 Basel)
Nächstes Z'vieri am 12. Juni um 16 Uhr an der Wiese.
Mit sonnigwarmen Grüssen
Mirjam Ballmer
Infomail Zollfreie Nr. 40
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 3. Juni 2004
Liebe WiesenauenfreundInnen
Gestern wurde beschlossen, das Zollfreicamp dennoch vorübergehend aufzulösen. Dies, weil wir sicher sein können, dass es noch mindestens zwei Monate bis zum Ende der Brutzeit geht. Wir wollen das sensible Gebiet nicht unnötig belasten und können so auch unsere Kräfte erneut sammeln. Mit neuen Aktionen wollen wir das Thema Zollfreie auch in die Stadt unter die Bevölkerung bringen. Sobald eine Baumfällung und der Baubeginn wieder bevorstehen, wird das Camp erneut aufgebaut. Bitte holt noch diese Woche Eure Sachen aus dem Camp; helft mit, dass der Platz makellos sauber (wie letztes mal) zurückgelassen wird.
Wie in den Zeitungen zu lesen war, hat Beat Jans (SP) am Montag eine Interpellation bzgl. der Erdrutschgefahr am Schlipf eingereicht. Der Text ist unten abgedruckt.
Am Samstag 5. Juni findet um 16 Uhr an der Wiese das nächste Zollfrei Z'vieri statt. Am Sonntag 6. Juni gibt es um 20 Uhr am Ort des Camps Serenade (klassische Abendmusik; zwei Geigen und ein Cello).
Herzliche Grüsse
Mirjam Ballmer
Basel, den 28.5.2004
Interpellation betreffend Erdrutschgefahr am Schlipf
Die SP Basel-Stadt fordert Aufklärung über die Erdrutschgefahr an der geplanten Zollfreistrasse.
Erdrutsche am Schlipf sind historisch verbrieft und mit erheblichen Gefahren und Kostenfolgen verbunden. Namhafte Gutachten haben deshalb davor gewarnt, die Zollfeistrasse auf dem derzeit geplanten Trasse am Schlipf zu bauen. Kürzlich wurde publiziert, dass solche Gutachten in den 80er Jahren von der Regierung übergangen wurden. Die Bevölkerung hat ein Recht auf Aufklärung. Deshalb hat Beat Jans (Grossrat und Präsident der SP Basel-Stadt) heute beim Regierungsrat eine Interpellation eingereicht.
Für Informationen steht Ihnen Beat Jans (076 346 8643) gerne zur Verfügung.
Es folgt der Text der Interpellation von Beat Jans:
Interpellation betreffend Erdrutschgefahr an der geplanten Zollfreistrasse
Kürzlich wurde publiziert, dass Expertisen, die vor der heute geplanten Linienführung der Zollfreistrasse warnen, in den 80er Jahren von der Regierung übergangen wurden.
Tatsächlich spricht sich die Mehrheit der Gutachten, so dasjenige der ETH Zürich (1980) für eine neue Führung der Zollfreistrasse (Tunnellösung) aus. Zwar könne man den Hang mit "sehr aufwendigen Konstruktionen" stabilisieren. Aber selbst dann "bleibt ein gewisses Risiko bestehen, dass auftretende Deformationen das im Grundwasser stehende Bauwerk beeinträchtigen können".
Ein anderes Gutachten aus dem Jahre 1984 stammt von Dr. Paul Butenweg, einem bekannten deutschen Geologen. Herr Butenweg folgert aus seinen Erhebungen, dass vom Bau einer Zollfreistrasse auf dem vorgesehenen Trasse dringend abgeraten werden muss. Es handle sich beim Südhang des Tüllingerberges um ein altes Rutschgebiet. Selbst wenn man die von der ETH vorgeschlagenen aufwendige Konstruktion anwende, könnte der Hang ins Rutschen kommen. Wenn dies geschehe, wäre die Zollfreie für immer oder zumindest für einen längeren Zeitraum unbenutzbar. Ein solcher Vorgang könnte noch katastrophalere Schadenausmasse annehmen, als sie seinerzeit am Röttler Hang verzeichnet werden mussten.
Erdrutsche am Schlipf sind historisch belegt. Grössere Erdbewegungen infolge lang andauernder Regenzeiten lassen sich für die Jahre 1450, 1697, 1712, 1758 und 1881 nachweisen, abgesehen von kleineren Erdschlipfen, die sich alle paar Jahre ereignen. Sie hängen mit der Struktur des Gesteins zusammen. Die Lehm und Gips haltende Mergelmasse der Süsswassermolasse, nimmt Wasser leicht auf und erhält bei starken Regengüssen eine breiartige Konsistenz. Erdrutsche führten unter anderem dazu, dass die Wiese verschüttet und der ganze Talgrund überschwemmt wurde. Das Ausmass eines solchen Ereignisses wurde vom Basler Überreiter Johann Heinrich Bieler anno 1758 eindrücklich beschrieben: "Den 21. July ist die Wiese zu Kleinen-Hüningen und am H.Hausers untern Klibi aus ihrem Bett gewichen und dasiger Refier drei Wochen lang weit über alle Matten geloffen und hat erschröcklich grossen Schaden getan. Auch konnte man bis dahin nicht zu Fuss, sondern musste man in den Weidlingen fahren. Der Schaden d
ieses erschröcklichen Gewässers ist nicht zu beschreiben, insonderheit bey Wihl, Dillingen und Rüchen haben viele 100 Menschen den wegen dem guten Weinwachs weit und breit berühmten Schlipf mit bedrübten Augen gesechen, wie selbiger zugerichtet und gerutscht und die Erde hin und wieder grosse breite Spälte bekommen."
Erdrutsche am Schlipf sind eine Realität und offenbar mit erheblichen Gefahren und Kostenfolgen verbunden. Namhafte Gutachten haben deshalb davor gewarnt, die Zollfeistrasse auf dem derzeit geplanten Trasse zu bauen. Die Bevölkerung hat ein Recht auf Aufklärung.
Ich bitte die Regierung folgende Fragen zu beantworten:
1. Hat die Regierung die warnenden Expertisen übergangen?
2. Wer ist dafür verantwortlich, dass ihnen bei der Planung der Zollfreistrasse nicht das nötige Gewicht beigemessen wurde und dass trotz den Warnungen an der risikoreichen Linienführung festgehalten wurde?
3. Stimmt es, dass der damals verantwortliche Regierungsrat nicht dem richtigen, sondern dem passenden Gutachter den Vorzug gab?
4. Stimmt es, dass die Kosten im Falle eines grossen Hangrutsches 70 bis 80 Millionen Franken betragen würden?
5. Wer würde für diese Kosten aufkommen?
6. Wie teuer ist die von der ETH erwähnte "sehr aufwendige Konstruktion" zur Stabilisierung des Hanges?
7. Wie teuer wäre im Vergleich dazu eine von der ETH und Dr. G. Butenweg vorgeschlagene Tunnelvariante?
8. Kann der Regierungsrat ausschliessen, dass keine teuren Überraschungen auftreten werden wie z.B. am Kienberg-Tunnel oder bei der NEAT?
9. Wie sicher ist die "sehr aufwendige Konstruktion" zur Stabilisierung des Hanges?
10. Besteht die Gefahr von Trinkwasserverseuchung, falls die neue rechtsufrige Wasserleitung infolge eines Hangrutsches zerstört wird?
Beat Jans
Infomail Zollfreie Nr. 39
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 27. Mai 2004
Liebe WiesenauenfreundInnen
Ergänzung zum Kulturprogramm:
Rinalda Caduff ist bekannt aus Café Bâle (BaZ-Sitcom auf SF2) und das Duo heisst "Blue Champagne".
Das Zollfreicamp bleibt bestehen. Die Brutzeit dauert ca. bis Ende Juli. Der Aufwand, das Camp ab- und ev. wieder aufzubauen wäre für diesen Zeitraum zu gross. Das Camp wollen wir nun aber noch besser organisieren. Die CampbewohnerInnen brauchen Eure Unterstützung. Es braucht Köche, Leute, die einmal pro Tag abwaschen oder andere tägliche Arbeiten übernehmen. Wer helfen kann, soll sich unter camp@auenpark.ch melden und angeben, wann er/sie was tun könnte. Vielen Dank!
Ein weiteres Detail kommt uns gegen die Zollfreistrasse zu Hilfe:
Im Beschluss des Regierungsrates Basel-Stadt vom 4. April 1995 steht als Antwort auf die Einsprache gegen das Rodungsgesuch für die Zollfreistrasse:
Artikel 1.4.
"Wird die Rodungsbewilligung innert 5 Jahren nicht benutzt, so fällt die vorliegende Rodungsbewilligung dahin."
Der Beschluss wurde bis vor Bundesgericht gezogen, dort aber 1997 abgelehnt. Die Rodungsbewilligung ist somit im Jahre 2002 verfallen und für eine Baumfällung müsste erneut eine Rodungsbewilligung erteilt werden.
René Brigger hat als Advokat einen Brief an Regierungsrätin Schneider geschrieben und ihr diesen Stand dargelegt. Heute Donnerstag geben wir diesen Brief an die Medien. Eine Antwort oder Stellungnahme seitens der Regierung ist noch ausstehend.
Wir hoffen, am Wochenende viele von Euch an der Wiese zu treffen und zählen auf Eure Unterstützung!
Mit sonnigen Grüssen
Mirjam Ballmer
Kulturprogramm Zollfreie
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 26. Mai 2004

Hanspeter Thum, dr Märlimaa

Blue Champagne: Rinalda Caduff & Werner Pfiffner
Liebe ZollfreigegnerInnen
Das Kulturprogramm am Schlipf für Pfingsten:
Samstag 29. Mai: 16 Uhr Z'vieri, anschliessend Tiergeschichten für Kinder und Erwachsene erzählt von Hanspeter Thum
Samstag 29. Mai: 20 Uhr Poetische Reise mit Gedicht und Tanz, anschliessend (ca. 20.30) Marimbaphonkonzert
Sonntag 30. Mai: 18 Uhr Rinalda Caduff (aus der Telebar) und Werner Pfiffner im Duo Blue Champagne, kleines Konzert
Montag 31. Mai: 20 Uhr Liederabend mit Stücken von Mani Matter und George Brassens
Sonnige Grüsse
Mirjam Ballmer
Kulturprogramm Zollfreie
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 20. Mai 2004

Whale Rider, 2002

Prinzessin Mononoke, 1997
Liebe WiesenauenfreundInnen
Hier das Zollfrei-Kulturprogramm vom nächsten Wochenende:
Freitag 21. Mai, bei Einbruch der Dunkelheit: Kino im Zelt, 'Whale rider' (auf Englisch)
Samstag 22. Mai, 16 Uhr: Zollfrei Z'vieri, anschliessend Märchenerzählen für Kinder von Brigitte Jäger
Samstag 22. Mai, bei Einbruch der Dunkelheit: Kino im Zelt, 'Prinzessin Mononoke'
Für das Wochenende darauf ist auch schon ein tolles Programm mit neuen Aktionen in Planung!
Das Zollfreicamp freut sich auf viel Besuch!!
Sommerliche Grüsse
Mirjam Ballmer
Infomail Zollfreie Nr. 38
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 19. Mai 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
Ihr habt sicher von der Einigung der beiden Regierungen (Basel-Freiburg) gehört: Zur Brutzeit werden keine Bäume gefällt! Nur, wie lange dauert die Brutzeit? Das wird jetzt durch Ornithologen und die Stadtgärtnerei abgeklärt. Wir werden am Samstag das weitere Vorgehen festlegen. Dazu gehört, ob das Camp stehen bleibt oder erneut vorübergehend abgebaut werden soll. Die juristischen Abklärung laufen weiter.
Über das kulturelle Programm des nächsten Wochenendes halten wir Euch auf dem Laufenden. Es findet um 16 Uhr sicher wieder ein Z'vieri statt. Macht doch einen Spaziergang der Wiese entlang und besucht das Camp!
Sommerliche Grüsse
Mirjam Ballmer
Infomail Zollfreie Nr. 37
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 13. Mai 2004
Liebe WiesenauenfreundInnen
Gestern wurde im Camp die IG Auenpark am Schlipf gegründet. Dabei sind zwölf Organisationen und Parteien. Der Widerstand gegen die Zollfreistrasse ist somit sehr breit abgestützt und kann gemeinsam weiter gehen!
Den Regierungsratsbeschluss bezgl. der Interpellation von Anita Lachenmeier sehen wir als positiv an, da die Regierung unsere Meinung teilt, dass Bäume, in denen genistet wird, nicht gefällt werden dürfen, auch wenn in der Schweiz das ganze Jahr hindurch gefällt werden darf. Die Regierung bedauert denn in ihrem Antwortschreiben auch, dass Deutschland weiterhin an dem überholten Projekt festhält. Auch dies werten wir als positives Zeichen.
Das Camp bleibt weiter bestehen um die Bäume im Notfall zu schützen.
Das Kulturprogramm vom nächsten Wochenende:
Samstag 16 Uhr: Z'vieri
Samstag 18 Uhr: Alphornkonzert
Samstag bei Einbruch der Dämmerung: drei Charlie Chaplin-Kurzfilme
Sonntag bei Einbruch der Dämmerung: "Les vacances du Monsieur Hulot" von Tati
(wir bitten die Medien, das Kino nicht anzukünden)
Mit sonnigen Grüssen
Mirjam Ballmer
Infomail Zollfreie Nr. 36
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 10. Mai 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
Das Kulturwochenende an der Wiese war sehr erfrischend und unterhaltsam. Am Samstag kamen trotz Kälte und Nässe viele Leute zum Zollfrei Z'vieri zusammen. Linard Bardill lockte am Sonntag viele Kinder und Erwachsene an und unterhielt mit seinen gesungenen Geschichten über Luki, seine Geiss Wilhelmine, den Tiger und Murmeltiere gross und klein. Begeisterte Gesichter kamen nach dem Konzert aus dem grossen Zelt. Wir danken Linard nochmals ganz herzlich für seine tolle Unterstützung!!
Weiter geht der Kulturpuls an der Wiese am Dienstag 11. Mai. Ab 20.00 Uhr singen wir zusammen mit einem Chor indische Mantras. Alle sind herzlich eingeladen mitzusingen!!!
Am Wochenende wird es Kino am Fluss geben. Weitere Informationen folgen später. Wir bitten alle Medien, das Kino nicht anzukünden!
Am Samstag 14. Mai findet um 16 Uhr das nächste Zollfrei Z'vieri mit Alphornmusik im Camp statt.
Sonnige Grüsse
Mirjam Ballmer
Kurz-News
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 6. Mai 2004
Das kulturelle Wochenendprogramm des ZOLLFREI-CAMPS
Freitag, 7.Mai um 21.30 Uhr im Zelt: SCHATTENTHEATER für grosse und kleine Kinder von Mirjam Schaffer; anschliessend Singen am Feuer
Samstag, 8. Mai um 16.00 Uhr: Zollfrei-ZVIERI, bitte KUCHEN mitbringen!!! Anschliessend OFFENES SINGEN mit Margreth
Sonntag, 9.Mai ganzer Nachmittag: verschiedene Aktivitäten für Kinder (nur bei schönem Wetter!)
KONZERT MIT LINARD BARDILL (Schweizer Liedermacher) um 15.00 Uhr
anschliessend DOGDANCING mit Floris, Orienne & Lupino
Wir freuen uns auf ein schönes, musikalisches Wochenende mit Euch! Und: GANZ WICHTIG: animiert möglichst viele Freunde zum Mitkommen!!!
mit herzlichen Grüssen die Camp-BewohnerInnen
Infomail Zollfreie Nr. 35
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 5. Mai 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
Das letzte Z'vieri war sehr erfolgreich. Gut 300 Personen waren anwesend und erlebten Franz Hohler's tollen Kurzauftritt. Auch einige Ärztinnen und Ärzte kamen in weissem Kittel.
Die Zeltstadt ist weiter gewachsen und besteht mittlerweile aus ca. 112 Zelten. Weitere sind herzlich willkommen!
Die RoZ hat letzten Freitag eine Pressekonferenz abgehalten und Gründe, die den Bau der Zollfreistrasse nicht zulassen, dargelegt. Es handelt sich einerseits um die noch nicht (wie vertraglich vorgeschrieben) abgeschlossene Landenteignung (dies hat aber nur aufschiebende Wirkung), vor allem aber um diverse Naturschutzgesetze. Zum Beispiel haben Deutschland und die Schweiz das Europäische Artenschutzgesetz ratifiziert. Dieses lässt einen Strassenbau in einem Gebiet mit so vielen, vom Aussterben bedrohten Vogelarten nicht zu. Es ist nun abzuwarten, wie die Regierung reagiert.
Weil dies den Strassenbau kurz-, mittel- und langfristig verhindern kann, hat Martin Vosseler sein Fasten abgebrochen. Wir müssen nun anpacken und den Widerstand aufrechterhalten. Es soll ein Kulturpuls entstehen, der die Bewegung weiterträgt! Auch Martin will dafür all seine Kräfte einsetzen!
Das nächste Zollfrei Z'vieri findet am Samstag 8. Mai um 16 Uhr an der Wiese statt.
Sonnige Grüsse
Mirjam Ballmer
Kurz-News
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 29. April 2004

Franz Hohler, 2000
Liebe WiesenauenfreundInnen
Am Samstag 1. Mai findet ab 16 Uhr beim Zollfreicamp wieder das Zollfrei Zvieri statt.
Von 16.00 bis 16.15 spielt Franz Hohler auf. Wir freuen uns sehr, dass er sich Zeit nimmt, uns zu unterstützen.
Die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz treffen sich am Samstag um 16 Uhr, ausgerüstet mit weissen Kitteln, am Ort des Geschehens und stehen mit ihrer Präsenz gegen die Zollfreie ein.
Sonnige Grüsse
Mirjam Ballmer
Kurz-News
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 28. April 2004

Filmplakat "Gandhi" 1982, Ben Kingsley
Liebe ZollfreigegnerInnen
Am Samstag 1.Mai findet das nächste Zollfrei Z'vieri statt, bei dem es sicher einiges zu sehen gibt! Am Abend ab 21 Uhr wird bei schönem Wetter der Ghandi-Film gezeigt. Bitte nehmt eine Sitzgelegenheit mit. Der Eintritt ist frei.
Wir freuen uns, wenn viele von Euch am Wochenende im Camp übernachten um die einmalige Stimmung im Zollfreicamp und darum herum zu erleben!
Sonnige Grüsse
Mirjam Ballmer
Infomail Zollfreie Nr. 35
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 25. April 2004
Liebe WiesenauenfreundInnen
Am Samstag hat eine weitere Demo, diesmal beim Zollfreicamp, stattgefunden. 1500 Personen waren im Laufe des ganzen Nachmittags trotz Fessenheim-Demo anwesend. An der ganzen Demonstration nahmen gut 1000 Personen teil.
Martin Vosselers Aufruf zum Schutz des Auengebietes wurde von Guy Morin unterstützt, der als Arzt dafür plädierte, nicht mehr nur Symptombekämpfung zu praktizieren, sondern das Kranken der Erde an den Wurzeln zu packen und konkret bei der Zollfreistrasse zu handeln. Auch BefürworterInnen kamen zur Sprache. So die AnwohnerInnen von Tüllingen und Frau Oberbürgermeisterin Heute-Bluhm, die daran erinnerte, dass es sich nur um einen kleinen Eingriff in die Natur handle. Ulrich Leibfried aus Lörrach hingegen forderte ein Umdenken im Mobilitätsverhalten. Zum Schluss richtete Nationalrat Remo Gysin das Wort an die Demonstrierenden und ermunterte sie, den Kampf nicht aufzugeben. Sowohl die Regierung in Basel, wie auch in Bern, sei zur Zeit nicht stark genug um eigene Schritte zu unternehmen. Er forderte die ganze Bevölkerung dazu auf, weiterhin ihre Meinung öffentlich kundzutun. Einige der von der RoZ eingeladenen PolitikerInnen waren anwesend.
Diese Unterstützung ist toll, vielen Dank allen, die dabei waren!
Wie es nun zeitlich weitergeht, ist unklar. Ein Fälltermin ist uns nicht bekannt. Wir wollen die Zeit nutzen und die Bewegung breiter abstützen. Viele Organisationen werden für Unterstützung angefragt oder haben bereits zugesagt. Um Ideen oder Hinweise sind wir dankbar!
Das Zollfreicamp ist weiterhin am wachsen. Am Sonntagmorgen waren es bereits 80 Zelte! Helft uns, die 100er Marke zu überschreiten! Wir sind nun auch auf Ideen Eurerseits angewiesen. Wer eine Idee für eine Aktion o.ä. hat, soll sie ausarbeiten und an rebekka@auenpark.ch schicken. Rebekka Duss koordiniert die Aktionen. Wenn die Idee zeitlich und inhaltlich passt, könnt Ihr sie in Absprache mit Rebekka in Angriff nehmen und gleich selbst durchführen. Wir freuen uns über viel Kreativität!
Die meisten haben wohl schon vom Vandalenakt von Samstagnacht gehört. Am Sonntag haben sich die Jugendlichen bei Martin entschuldigt und wollen uns nun unterstützen.
Am 1. Mai findet das nächste Zollfrei Z'vieri statt. Es sind alle herzlich eingeladen. Wer am Samstag ausnahmsweise nicht kommen kann, kann das Camp auch jederzeit unter der Woche besuchen. Wasser oder andere Naturalien sind immer willkommen. Auf unserer Homepage gibt es eine Wunschliste!
Sonnige Grüsse
Mirjam Ballmer
Infomail Zollfreie Nr. 34
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 22. April 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
Am Samstag findet an der Wiese beim Zollfreicamp um 16.00 eine Demo und anschliessend das Zollfrei Z'vieri statt. Trotz mehrerer paralleler Demonstrationen wollen wir versuchen, den Ort der Ereignisse möglichst vielen Leuten nahezubringen. Wir haben dazu viele PolitikerInnen eingeladen. Es wird auch Kinderprogramm geben. Bringt alle etwas für eine Teilete mit. Im Anhang findet Ihr den Flyer, der für A3 gemacht ist (kann auch kleiner ausgedruckt werden). Druckt ihn aus, hängt ihn an Euren Briefkasten oder an die Bürotüre! Nehmt alle Freunde, Nachbarn, Familienmitglieder, etc. mit, denn wir müssen nun mit Vehemenz den Widerstand aufzeigen!
Vereine und Organisationen in der ganzen Schweiz bitten wir um ihre Unterstützung. Bitte schickt den Flyer an Eure Mitglieder weiter.
Die Zollfreistrasse muss in der ganzen Stadt zum Thema werden. Malt Transparente, nehmt die Peacefahne für einmal hinein und hängt Zollfrei-Transparente hinaus!
Schreibt Briefe an die Basler Regierung und drückt Eure Enttäuschung über den Richtungswechsel aus! Unterstützt Regierungsrätin Barbara Schneider und gebt ihr weiterhin Kraft sich gegen die Zollfreistrasse auszusprechen!
Wir brauchen noch viel mehr Handynummern von Leuten, die beim Baumschutz mithelfen wollen. Über die Homepage könnt Ihr sie uns angeben!
Wer einmal zwei Stunden oder einen Morgen Zeit hat, soll das Camp besuchen. Es gibt dort immer wieder Dinge zum Anpacken. Auch dort müssen wir Präsenz zeigen! Kommt und spendet uns Eure Zeit!!
Es geistert immer noch die Kritik herum, warum man erst jetzt, kurz vor dem Bau, mit dem Protest beginnt. Wir wollen klarstellen: Die RoZ feiert dieses Jahr das 20-jährige Bestehen. Die RoZ hat sich seit dann immer in angebrachter Form gegen den Bau engagiert!
Sonnige Frühlingsgrüsse sendet Euch
Mirjam Ballmer
Anhang: Flyer (PDF-Dokument) für die Demo am Zollfrei-Zvieri, Samstag, 24. April
Infomail Zollfreie Nr. 33
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 14. April 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
Die gemischte Kommission hat sich heute für den Strassenbau ausgesprochen, die veränderten Umstände wurden als nicht wesentlich betrachtet. Deutschland hat aber baubegleitenden Umweltmassnahmen (die in der Schweiz obligatorisch sind) für 1 Mio. Franken zugestimmt. Die zusätzlichen Kosten würde Deutschland übernehmen. In wenigen Wochen soll die Fällung und der Bau beginnen; wir haben also noch etwas Zeit zum Planen.
Wir treffen uns am Samstag 17. April zum Zollfrei Z'vieri an der Wiese um weitere Pläne zu schmieden!
Eine Initiative zum Schutz der Wiesenauen ist am entstehen. Sobald wir Unterschriftenbogen haben, sind wir auf Euch alle angewiesen!
Frühlingshafte Grüsse
Mirjam Ballmer
Infomail Zollfreie Nr. 32
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 7. April 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
Am letzten Samstag fand erneut ein Z'vieri statt. Hier, was es zu berichten gibt:
Das BaZ-Podium ist relativ gut gelaufen, auch wenn viele BefürworterInnen der Strasse mit Transparenten und Wortmeldungen anwesend waren. Man konnte feststellen, dass Deutsche und SchweizerInnen durchaus noch miteinander reden können. Wer in die Diskussion hineinhören möchte, kann dies unter http://www.baz.ch/cityforum/ tun.
Regierungsrätin Barbara Schneider musste sich aber auch an diesem Abend einige Vorwürfe anhören. Sie ist eine der tragenden Personen für uns und wir wollen sie unterstützen. Der Entscheid, die Sache in einer solch verfahrenen Situation nicht aufzugeben zeugt von Charakterstärke. Mit persönlichen Unterstützungsbriefen können wir ihr für die weiteren Verhandlungen den Rücken stärken. (Baudepartement, Münsterplatz 11, 4051 Basel)
Die Verhandlungen von heute 7. April waren ziemlich ergebnislos. Beide Seiten haben ihre Argumente nochmals dargelegt und wollen diese nun den Regierungen unterbreiten. In einer Woche will man sich erneut treffen.
Für den Notfall brauchten wir weiterhin viele Leute, die spontan an die Wiese kommen können. Bitte Teilt mir Eure Telephonnummern mit!
Als weiterer Lösungsvorschlag steht nun die Idee einer Initiative für ein Moratorium von fünf bis zehn Jahren im Raum. Dann könnte die Situation neu beurteilt werden und die Fronten könnten sich bis dahin etwas entspannen.
+++
Kurz nach der Auflösung des Camps ist Christian Kuster, der als einer der ersten sein Zelt aufgeschlagen hat, gestorben. Wir wollen auch an dem Ort, wo ihn viele von uns zuletzt gesehen haben, von ihm Abschied nehmen und setzen deshalb am Ostersonntag einen Rosenstrauch für Christian. Treffpunkt 18 Uhr beim Anwesen von Ambros Isler, auf der Seite des Schwimmbades.
Das nächste Z'vieri ist am 17. April um 16.00 Uhr an der Wiese.
Sonnige Grüsse
Mirjam Ballmer
Infomail Zollfreie Nr. 31
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 25. März 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
Die Basler Zeitung organisiert ein Podium zur Zollfreistrasse:
Mittwoch, 31.März, 18 Uhr, City-Forum BaZ am Aeschenplatz.
Die Teilnehmerinnen sind: Maria Iselin, Riehen (pro), Gudrun Heute-Bluhm (pro), Regierungsrätin Barbara Schneider (contra), Michaela Paul (contra)
Wir bitten Euch um grosse Teilnahme an dem Podium. In der zweiten Stunde kann das Publikum Fragen stellen. Wir bitten Euch auch hier, wie bei den letzten Diskussionen, qualifiziert zur Diskussion beizutragen und die Meinung der GegnerInnen deutlich zu machen! Bitte bringt keine Transparente mit! T-shirts, Taschen, Buttons sollten kein Problem sein.
Gestern Abend war OB Heute-Bluhm in der Denkbar zu einem Gespräch zum Thema "Eiszeit in den Deutsch-Schweizer Beziehungen?". Cornelia Kneser hat beim Thema Zollfreistrasse mitgeschrieben:
Wichtig ist für OB Heute-Bluhm das nachbarschaftliche Verhältnis. Jeder müsse seine Interessen wahren, aber es sollte dabei ein guter Ton eingehalten werden. Zwischen den willkürlichen Grenzkontrollen und der Zollfreien sieht OB Heute-Bluhm keinen Zusammenhang. Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Anordnung dafür aus Berlin gekommen sei. Wir müssten uns jedoch immer wieder vor Augen führen, wie weit Lörrach von Berlin entfernt ist, da sei es sehr unwahrscheinlich, dass die Schwierigkeiten um die Zollfreie dort, wo die Kontrollen angeordnet wurden, bekannt gewesen seien. Über die Bedeutung des kleinen Grenzverkehrs für unsere Region, sei in Berlin wohl kaum etwas bekannt.
Zum Ärger über die Zollfreie:
Die inhaltliche Kritik an der Trassenführung könne sie verstehen. Aber die Schweizer Seite hätte ihre Einwände viel früher anbringen sollen, als das letzte Gerichtsverfahren entschieden wurde. Man hätte damit nicht warten dürfen, bis der Bagger kommt und Entschädigungen für die beauftragten Firmen fällig werden. OB Heute-Bluhm betonte immer wieder, dass die Konfliktlinien nicht entlang der Landesgrenze verlaufen, sondern es in beiden Ländern Gegner und Befürworter gibt. Sie beobachtet, dass der Konflikt, je länger er geht, desto holzschnittartiger werde und auf der inhaltlichen Ebene nicht mehr so gut zugehört wird.
OB Heute-Bluhm sieht den Vertrag nicht als gebrochen an, wenn die Schweiz von der Verhandlungsklausel Gebrach macht. Sie sieht aber keine Möglichkeiten mehr, in Sachen Strasse etwas Neues zu verhandeln. Das dauere dann wieder viel zu lange und nach 30 Jahren könne sie das nicht akzeptieren. Ausserdem könne es nie eine vollständige Kompensation geben, so sehe sie beispielsweise keine anderen Entlastungsmöglichkeiten für Tüllingen.
Angesprochen darauf, ob denn durch die Regio Basiliensis in den letzten 29 Jahren überhaupt etwas erreicht worden sei, meinte sie, ja, da habe sich einiges bewegt. Vor allem sei sie froh, dass die SBB die Regio-S-Bahn übernommen haben. (Sie hat also zugegeben, dass sich viel verändert hat!). Sie stufte dann die Bedeutung der Wiesenauen herab mit den Worten, es gehe um 30 Tannenbäume und eine Entsiegelungsfläche. Die Vögel lebten sowieso mehr am Tüllinger Hang.
Von Schweizer Seite gebe es noch kein Angebot für Kompensationen. Sie wolle als Ausgleichsmassnahme die Renaturierung der Wieseufer forcieren und hoffe, die Energie der Zollfreigegner auf die Renaturierung umzulenken, da könne man viel mehr naturnahes Gebiet schaffen (Das wird freilich auch kein Naherholungsgebiet werden, wenn am anderen Ufer täglich 22000 Autos fahren). Was die Finanzierung dieser Massnahme anbelangt wurde sie überaus wolkig, das koste nicht so viel und es gäbe immer mal irgendwelche Töpfe.
OB Heute-Bluhm fände es äusserst bedauerlich, wenn man sich in Sachen Zollfreie nicht einigen könnte und vor einem Schiedsgericht wieder treffen würde. Vor einer Besetzung im Ernstfall hätte sie schon Angst, das sei dann eine sehr grosse Belastung für das Grenzverhältnis.
Vorgestern Dienstag erschien im Baslerstab ein Artikel über Martin Vosseler, indem über eine Baumfällung auf seinem Grundstück berichtet wird. Die tatsächlichen Begebenheiten werden dabei völlig falsch wiedergegeben. Morgen Freitag erscheinen in der Basler Zeitung und im Baslerstab Richtigstellungen.
Das nächste Zollfrei Z'vieri findet am 3. April um 16.00 statt. Die Infostände in Lörrach wurden vorerst eingestellt, da die Briefaktionen und Unterschriftensammlung erfolgreich beendet werden konnten. Wir wollen unsere Kräfte wieder etwas sammeln, da unklar ist, was nach dem 7. April (Treffen der deutsch-schweizerischen Kommission) weiter passiert.
Sonnige Grüsse bei winterlichen Temperaturen
Mirjam Ballmer
Infomail Zollfreie Nr. 30
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 10. März 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
Die Aktivitäten vom Samstag waren erfolgreich, ca. 60 Personen waren am Zollfrei Z'vieri und der Infostand in Lörrach war erneut gut besucht und es wurde fleissig diskutiert. Abgesehen von einigen entgleisten Wortmeldungen war das Klima auch ganz gut.
Für den Infostand vom 13. März (zwischen 10 und 14 Uhr in Lörrach) braucht es dringend noch Leute. Bitte meldet Euch bei Alexander Bausch.
Die verstärkten Zollkontrollen bei der Einreise nach Deutschland haben die Frage aufgeworfen, ob das etwas mit der Zollfreistrasse zu tun hat. Nach offiziellen Meldungen will Deutschland aber einfach die Vorschriften des Schengener Abkommens einhalten. Dies bedeutet freie Fahrt innerhalb der EU, da die Schweiz dem Abkommen noch nicht beigetreten ist, wird diese Grenze strenger kontrolliert. Es geistert aber auch die Vermutung rum, dass diese Massnahmen als politische Retourkutsche (Bankgeheimnis, Flughafen Zürich) betrachtet werden können.
Die Aktion kommt für uns zu einem denkbar ungünstigen Moment, obwohl sie offenbar nichts mit der Sache zu tun hat. Wir werden sehen, wie es weitergeht. Wichtig ist einfach, dass die Zollfreistrasse nicht damit in Verbindung gebracht wird!
Im Anhang findet Ihr einen Unterschriftenbogen. Damit wollen wir die Forderung nach Neuverhandlungen nochmals deutlich machen. Der Bogen kann ausgedruckt und kopiert werden. Bis spätestens 20. März müssen alle Exemplare bei Stephan Berg sein! Vielen Dank!
Zwei Fernsehsendungen zur Zollfreien werden diese Woche gesendet:
- Kindersendung logo! kam am Mittwoch um 16.50 Uhr (Kinderkanal -KiKa)
- Südwestfernsehen am Donnerstag (also morgen) um 20.15 Uhr
Am Samstag wurden am Stand neue Transparente gemalt, die wir zusammen mit den wenigen "überlebenden" aus der Wiese hoch in die Bäume hängten. Leider sind bereits alle wieder abgeräumt worden.
Das nächste Zollfrei Z'vieri findet am 20. März um 16.00 an der Wiese statt.
Vom 13. bis 20. März bin ich abwesend und werde keine Mails beantworten können. Für Dringendes wendet Euch bitte an Thomas Meier-Künzig.
Mit sonnigen Grüssen
Mirjam Ballmer
Anhang: Petition (Word-Dokument) Keine "Zollfreie-Strasse" (B317) zwischen Lörrach und Weil
Infomail Zollfreie Nr. 29
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 4. März 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
Letzten Samstag hat wieder ein Infostand in Lörrach stattgefunden und ist auf reges Interesse gestossen. Der Stand der CDU erwies sich hingegen als Ente.
Auf dem Alten Markt stand eine Kloschüssel, bis zum Ueberlaufen gefuellt mit Modell-PKWs. Angesichts dieser Entsorgung konnten rundherum Narzissen blühen und Narzissenzwiebeln gesetzt werden. Jedes Narzissenensamle hatte ein Motto, etwa "Pendolino Basel-Wiesental". Es wurden auch wieder zahlreiche Briefe an deutsche PolitikerInnen unterschrieben und Unterschriften gesammelt.
Das nächste Zollfrei Z'vieri steht vor der Tür! Wir treffen uns wie immer um 16.00 Uhr an der Wiese. Bitte bringt etwas fürs Z'vieri (Tee oder Kuchen o.ä.) mit! Das Südwest-Fernsehen hat sich für das Z'vieri angemeldet. Sie wollen einen grösseren Bericht zur Zollfreien bringen. Deshalb ist es ganz wichtig, dass Ihr alle ans Zvieri kommt! Zuerst wird Martin kurz von den letzten Ereignissen erzählen, danach wird Daniel Rüetschi von ProNatura eine kurze Führung zu den Themen Historische Entwicklung der Wieseebene, Trinkwassergewinnung und Revitalisierung machen.
Im Anhang findet Ihr eine Einladung zu Martin Vosselers Predigt am Sonntag. Er wird zum Thema "Sich auf den Weg machen zur Bewahrung der Schöpfung" Gedanken und Gedichte erzählen.
Mit sonnigen Grüssen
Mirjam Ballmer
Anhang: Einladung (Word-Dokument) zu Martin Vosselers Predigt am Sonntag
Infomail Zollfreie Nr. 28
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 23. Februar 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
In einer kleinen Gruppe haben wir am Samstag die Situation in der Schweiz angeschaut. Heute werden wir erfahren, wer von schweizer Seite in der gemischten Komission, die Anfang April tagen wird, sitzt. Falls wir unser Anliegen nicht genügend vertreten sehen, werden wir uns dort einschalten. Von deutscher Seite wissen wir noch nichts. Verschiedene Ideen als Alternative zur Zollfreien stehen im Raum und werden nun auf ihre grundsätzlliche Durchführbarkeit geprüft.
Der Infostand in Lörrach vom Samstag war erneut erfolgreich. Ca. 160 Briefe wurden bereits unterzeichnet und werden nun abgeschickt. Es gab auch wieder viele angeregte Diskussionen. Nächsten Samstag macht die CDU ebenfalls einen Stand. Wir werden dann eine besondere Aktion durchführen.
Im Anhang findet Ihr die definitive Adressliste für den Briefesturm. Wie Michaela schrieb, sollten wir uns auf Hr. Großmann und Hr. Fischer konzentrieren, aber es sind natürlich alle wichtig! Auch die Briefe zur Weiterverwendung findet Ihr im Anhang.
Am Z'vieri mussten wir feststellen, dass alle Transparente, Infotafeln, Kunsinstallationen, etc. von Vandalen in die Wiese geworfen worden waren. Wir bedauern diese undifferenzierte Art der Konfliktaustragung. Auf keinen Fall wollen wir dem aber auf gleicher Ebene begegnen. Vielleicht spüren die GegnerInnen ja wirklich, dass sie am kürzeren Hebel sitzten. Deshalb: Wir lassen uns nicht provozieren und reagieren höchstens mit konstruktiven Leserbriefen!
Wer übrigens noch Sachen im Camp vergessen hat und nun vermisst, kann sich bei mir melden.
Nächstes Zollfrei Z'vieri findet am 6. März statt.
Mit winterlichen Grüssen
Mirjam Ballmer
Anhang: Briefvorlagen (Word Dokumente, andere Formate sind in der Rubrik Briefvorlagen erhältlich)
Brief an Herrn Parl. Staatssekretär Achim Großmann, Mitglied des Deutschen Bundestages
Brief an Herrn Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Mitglied des Deutschen Bundestages
Brief an Frau Karin Rehbock-Zureich, Mitglied des Deutschen Bundestages
Brief an Herrn Bundesminister Jürgen Trittin
Brief an Herrn Bundesminister Joschka Fischer
Adressliste für Bürgerbriefe nach Berlin
Infomail Zollfreie Nr. 27
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 19. Februar 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
(v.a. auf deutscher Seite)
Ihr bekommt es mit, dass bei den meisten Kommunalpolitikern die Wogen z. Zt. hoch schlagen. Es ist wichtig, dass sich deren Stimmung nicht auf das gesamte Stimmungs- und Meinungsbild überträgt, sondern dass die Mehrheit der Bevölkerung hinter unserem Anliegen steht.
Dafür sind nach wie vor öffentliche Präsenz und viele Einzelgespräche nötig.
Daher bitten wir Euch, am kommenden Samstag und auch den darauf folgenden bis zum 3. April zu unserem Infostand auf dem Lörracher Marktplatz zu kommen und einfühlsam und konstruktiv mit zu diskutieren.
Speziell auch am 28. Februar wird eine starke Präsenz von uns wichtig sein, um gegenüber dem für diesen Tag geplanten Stand der Befürworter der Straße ein starkes Gewicht zu haben.
Bitte kommt also am Samstag von 10 Uhr bis 13 Uhr auf den Lörracher Marktplatz!
Dann ist es ganz wichtig, dass eine riesen Flut von Briefen in Berlin ankommt. Eine Vorlage zur Weiterverwendung folgt bald. Schreibt Eure eigenen Gedanken zur Zollfreistrasse dazu!
Unten findet Ihr die wichtigsten Adressen.
Am Samstag (21. Februar) findet das nächste Zollfrei Z'vieri statt. Wer mag, soll ein Z'vieri mitbringen!
Mit sonnigen Grüssen
Mirjam Ballmer
Adressen:
An das
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
Herrn Parl. Staatssekretär Achim Grosmann, MdB
Invalidenstr. 44
10115 Berlin
Deutschland
Weizsäcker, Dr. Ernst Ulrich von
Universitätspräsident i.R.
Platz der Republik
11011 Berlin
ernst.weizsaecker@bundestag.de
http://www.ernst.weizsaecker.de
Rehbock-Zureich, Karin
Platz der Republik
11011 Berlin
karin.rehbock-zureich@bundestag.de
http://www.rehbock-zureich.de
Bericht von der Gemeinderatssitzung in Lörrach, 18. Februar 2004
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 19. Februar 2004
Liebe WiesenauenfreundInnen,
die gestrige Sitzung im Gemeinderat war sowohl in der Form der Auseinandersetzung als auch im Inhalt frustrierend, aber letztlich wie erwartet. Eine Bereitschaft zum Überdenken besteht nicht. Ziel war es, noch einmal plakativ einen Mehrheitsbeschluß herzustellen, um nun mit der Behauptung in die weitere Diskussion zu gehen, daß ganz Lörrach und Weil die Straße wollen. Das Abstimmungsergebnis in Weil kenne ich nicht. Die dortige Diskussion wurde nichtöffentlich geführt. Warum wohl ? In Lörrach dauerte die Diskussion etwa zwei Stunden und bei der Abstimmung stimmten 8 GemeinderätInnen (die Grünen einstimmig und von der SPD vier) gegen die Resolution. Es waren viele von uns da, denen ich ausdrücklich für ihre Unterstützung und auch die guten Wortbeiträge danken möchte. Es waren aber auch viele Tüllinger - meist ältere - da, die mit Transparenten den Bau der Straße forderten. In ihren Wortbeiträgen waren sie unversöhnlich und gingen so weit, Martin zu unterstellen, er habe sich während seiner angeblichen Fastenzeit von Astronautennahrung ernährt. Aber es gibt eben viele, die sich nicht vorstellen können, daß sich Menschen mit voller Überzeugung und vollem Einsatz für eine Sache einsetzen. Das verunsichert und dann glaubt man es lieber erst garnicht. Am liebsten würden sie uns alle in die Chaotenecke stellen. Um so schöner war es, daß von unserer Seite die Diskussion vollständig sachlich blieb...was man von der anderen Seite leider nicht sagen konnte.
Leider hat sich auch Frau Heute-Bluhm klar zu der Straße bekannt. Sie bemerkte lediglich, daß die Trassenführung nicht optimal sei und heute sicher anders geplant würde. Wegen der sich ergebenden Einspruchsmöglichkeiten bei einer Neuplanung lehnt sie jedoch Überlegungen hierzu ab, da ansonsten das Projekt auf lange Sicht nicht oder überhaupt nicht mehr realisiert werden könnte.
Lörrach und Weil sind in der gemischten Kommission bislang nicht vertreten. In der Resolution wird jedoch gefordert, daß die OBs einbezogen werden. Kontakte mit Berlin laufen bereits. Gefordert wurde von den Freien Wählern auch, daß die Verwaltung persönlich in Berlin vorspricht. Dies ließ Heute-Bluhm noch offen und wollte das vom Ausgang geplanter regionaler Gespräche abhängig machen. Unter der Wortführung des Freiburger Regierungspräsidenten sollen in der Region mit Basel Gespräche geführt werden (natürlich nur um Basel vom Widerstand abzubringen). Geplant sind solche Gespräche für Anfang März.
Behauptet wurde, daß von dem Gesprächstermin, den Bern auf den 07.04. benannt hat, in Deutschland und insbesondere in Berlin niemandem etwas bekannt sei. Ob dies zutrifft, ist mir nicht bekannt. Jedenfalls stehen wohl bislang die deutschen Mitglieder der Kommission nicht fest.
Kritisiert wurde auf schweizer Seite insbesondere, daß Frau Schneider die Bauvergabe im Dezember noch unterschrieben habe und jetzt das Gegenteil fordert. Allerdings mußte Frau Heute-Bluhm einräumen - sie las hierzu aus dem Brief von Frau Schneider vor - daß Frau Schneider auch in dieser Zustimmung (die sie ja damals rechtlich nicht verweigern konnte), noch einmal darauf hingewiesen hat, daß sie das Projekt ablehnt und für veraltet hält und hat angeboten hierüber noch einmal Gespräche zu führen. Auf dieses Angebot ist die deutsche Seite jedoch nicht eingegangen.
Eine größere Rolle in der weiteren Diskussion wird dann also das Regierungspräsidium Freiburg und das Bundesverkehrsministerium (hier zuständig Herr Großmann) und verkehrspolitisch auf Bundesebene Frau Karin Rehbock-Zureich, MdB, spielen. Wichtig wäre jedoch, daß wir in Regierungskreisen Bündnispartner finden, denn ich fürchte, daß die jeweiligen Entscheidungsträger und politischen Sprecher nicht auf unserer Seite stehen. Wir brauchen Leute, die uns vor Ort in Stuttgart, Freiburg und vor allem Berlin unterstützen. Während unsere Briefe zunächst in den Vorzimmern landen, haben die hiesigen OBs und Landtags- wie Bundestagsabgeordnete die viel kürzeren Wege zu den Verantwortlichen.
Für die, die gestern da waren, war es sicher ein frustrierendes Erlebnis, aber es war nicht anders zu erwarten, laßt Euch davon also nicht entmutigen. Auch an das "Wunder von Bern" haben zuvor nur wenige wirklich geglaubt. Jetzt brauchen wir eben das "Wunder von Berlin".
Auch vor Ort muß die Diskussion weitergehen. Den Eindruck, der durch die großen Mehrheiten in den Stadträten von Lörrach und Weil entsteht, der Großteil der Bevölkerung wolle diese Straße, müssen wir widerlegen. Wir brauchen daher viel Unterstützung an den Infoständen am Samstag - zumal die CDU angekündigt hat, nach Fastnacht ebenfalls mit Infoständen vertreten zu sein.
Anbei noch die heutigen Pressestimmen. Es gab auch noch viele gute Leserbriefe, aber die sind online leider nicht verfügbar. Sowohl BZ als auch OV haben zudem inzwischen eingeräumt, daß es keine Grenzbehinderung für Polizei und Rettungseinsätze gibt. Laut OV ist man dort einer falschen Information eines Stadtrates aufgesessen.
Ich wünsche uns allen weiter viel Mut und Kraft, machen wir das Unmögliche möglich!
Liebe Grüße
Michaela
Infomail Zollfreie Nr. 26 vom 17. Februar 2004
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ)
Liebe WiesenauenfreundInnen
Heute Dienstag wurde das Zollfrei-Camp offiziell abgebaut. Eine Aufrechterhaltung über Wochen würde Kräfte verschleissen und die Wirkung des Camps würde nachlassen. Falls keine Alternativlösungen für die Strasse entstehen, werden wir das Zelt-Camp innerst kurzer Zeit wieder aufbauen können und mit dutzenden von Zelten präsent sein!
Weiter geht es mit den Zollfrei Z'vieris (alle zwei Wochen):
21. Februar Zollfrei ZVieri
6. März Zollfrei ZVieri
20. März Zollfrei ZVieri
3. April Zollfrei ZVieri
Vor Ort wird ein Ortsschild für das Camp angebracht. 4125a Wiesenauen ist der Heimatort der RoZ und all ihrer Verbündeten. Weiter wird ein Infobrett mit Informationen stehenbleiben und es wird einen Briefkasten geben. Dort können Briefe an Politiker, Meldungen o.ä. eingworfen werden.
Ganz wichtig!
Die Verärgerung der Deutschen ist gross! wir müssen nun auch den deutschen Verantwortlichen zeigen, wie gross der Widerstand gegen die Strasse ist und damit den GegnerInnen in der Politik den Rücken stärken. In Kürze werden wir Briefvorlagen und Adressen hier verteilen! Bundesrat Leuenberger zu überzeugen war ein Leichtes, die deutschen Verantwortlichen müssen drei mal soviel Post bekommen!
Gestern Montag hat eine Vollversammlung der RoZ zum weiteren Vorgehen stattgefunden. Es werden nun die Verhandlungsgrundlagen in Deutschland und der Schweiz abgeklärt und Alternativlösungen diskutiert.
In Lörrach wird es weiter Infostände der RoZ geben. Aber auch die Befürworter wollen nun Präsenz zeigen. Es ist wichtig, dass nun auf deutscher Seite ein Zeichen der GegnerInnen gesetzt wird. Wer also an einem oder mehreren Ständen mithelfen will und kann, soll sich bei Ulrich Leibfried melden!!
Ich habe heute ein Mail von Michaela weitergeleitet mit der Resolution zur Zollfreistrasse, über die morgen im Gemeinderat Lörrach abgestimmt wird. Da die Anlagen relativ gross waren, haben viele das Mail nicht bekommen. Die Resolution ist auch auf der Homepage erhältlich. Es wäre zudem toll, wenn viele differenzierte GegnerInnenan an der Gemeinderatssitzung morgen anwesend sein könnten. Die Sitzung findet am 18. Februar um 17.30 Uhr im großen Saal im ersten Stock des Lörracher Rathauses statt (schräg gegenüber dem Bahnhof, neben der Post).
Es geht weiter. Ich wünsche uns allen weiterhin viel Energie und Mut!
Liebe Grüsse
Mirjam Ballmer
Anhang:
«Resolution der Städte Weil am Rhein und Lörrach zum Weiterbau der Zollfreien Strasse (B317) auf Schweizer Gebiet», Seite 1 / Seite 2.
Aufruf
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 17. Februar 2004
Liebe WiesenauenfreundInnen,
am Mittwoch (18.02.) also morgen wird es um 17.30 Uhr als ersten Tagesordnungspunkt eine Resolution im Gemeinderat Lörrach (Weil ebenso) für die Zollfreie geben. Es wäre wichtig, daß wir durch Präsenz deutlich machen, daß ein großer Teil der Regio gegen diese Straße ist. Es wäre aber ebenfalls wichtig, daß während der sicher heftigen Reden der Befürworter keine Zwischenrufe kommen, damit die Befürworter nicht die Möglichkeit haben, uns in die Krawallecke zu stellen.
Die Sitzung des Gemeinderates findet im großen Saal im ersten Stock des Lörracher Rathauses statt (schräg gegenüber dem Bahnhof, neben der Post).
Herzliche Grüße
Michaela
Anhang:
«Resolution der Städte Weil am Rhein und Lörrach zum Weiterbau der Zollfreien Strasse (B317) auf Schweizer Gebiet», Seite 1 / Seite 2.
Infomail Zollfreie Nr. 25 vom 13. Februar 2004
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ)
Liebe ZollfreigegnerInnen
Wir haben's also wirklich geschafft. Der Fäll- und Baustopp wurde gestern von Barbara Schneider verfügt und Martin Vosseler hat im Blitzlichtgewitter der Medien seine erste Mahlzeit nach 27 Tagen zu sich genommen.
Genauere Informationen findet Ihr heute in jeder Zeitung. Deshalb nur ganz kurz:
Am 7. April wird eine deutsch-schweizerische Komission mit basler, weiler und lörracher Vertretung tagen und Neuverhandlungen prüfen. Es ist unklar, was dann weiter geschieht. Wir werden jedenfalls die politischen Verhandlungen verfolgen.
Eines ist aber klar, wir wollen Kooperation und nicht Konfrontation. Die Schweiz steht in der Schuld Deutschlands und will und muss diese Pflicht wahrnehmen. Sollten aber keine Alternaivlösungen gefunden werden und somit das Projekt Zollfreistrasse in dieser Form weiterverfolgt, werden wir weiterhin bereit sein zu protestieren.
Zuerst aber gibt es weitere Aktionen:
Am Samstag, den 14.02.2004 zwischen 10.00 und 14.00 Uhr wird ein Infostand mit Aktionen unter dem Motto "Vogel Schlipf nistet in Lörrach" auf dem Lörracher Marktplatz sein.
Am Nachmittag gibt es dann wieder ab 16.00 Uhr das regelmäßige Zollfrei Z´Vieri im Zollfrei-Camp an der Wiese unmittelbar hinter dem Grenzschild. Gemeinsam mit der Künstlerin des Zollfrei-Brunnens, Frau Bettina Eichin, werden die zur Fällung vorgesehenen Bäume mit Namensfahnen versehen.
Statt des geplanten Protestfestes gibt es im Zollfrei-Camp am Sonntag, den 15. Februar ab 16.00 ein Freudenfest mit Kinderprogramm, Musik, gemeinsamen Essen und Überraschungsaktionen. Bringt etwas zu Essen und zu Trinken und Euer eigenes Geschirr (kein Plastik) mit.
Mit herzlichen Grüssen und grosser Vorfreude für Sonntag
Mirjam Ballmer
Vogel Schlipf informiert (12. Februar 2004)
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ)
Zollfreistrasse Basel: Baustopp erreicht Einladung zum Fest
Am Sonntag (15.02.) ab 16:00 Uhr Fest im Zollfrei Camp.
Am Montag (16.02.) ab 06:00 Uhr gemeinsames Vogelstimmen und Bachrauschen lauschen oder so ähnlich!!!
Liebe entschlossene und engagierte Zollfreistrass-GegnerInnen
Viele haben es vielleicht schon aus den Medien erfahren! Wir haben unser wichtiges Zwischenziel erreicht - Basel hat grünes Licht vom Bundesrat erhalten für einen Baustopp. Dieser Baustopp wurde denn auch kurz später, heute Nachmittag, vom Regierungsrat verfügt! Ohne den massiven Widerstand aus der Bevölkerung wäre das nie möglich geworden. Ein grosses Merci an dieser Stelle, für alle, welche dazu beigetragen haben, mit ihrer Willensäusserung gegenüber BR Leuenberger oder durch die aktive Unterstützung oder Zusage zur Unterstützung.
Martin Vosseler hat heute kurz nach vier an der Pressekonferenz vor laufenden Kameras wieder begonnen zu essen: Pasta mit Ratatouille-Sauce.
Nun denn - die Aktion Baumschutz am Montag erübrigt sich und am Sonntag gibt es ein kleines aber grosses Fest wo (so wie es sich im Camp bewährt hat) alle etwas mitnehmen zum Essen und/oder Trinken. Bitte nehmt auch euren Teller und ein Glas (oder eine Schale) und Besteck mit. Bitte kein Einweggeschirr.
Beginn des Festes: Sonntag 16 Uhr: Es wird eine Überraschungs-Attraktion geben für die Kleinen und - nach dem Eindunkeln - ein Feuerspektakel, Musik sowie eine Andacht.
Und Montag ab 06:00 Uhr: gemeinsames Vogelstimmen und Bachrauschen lauschen oder was sich noch ergeben wird!!!
Wir freuen uns riesig, dieses Fest feiern zu dürfen!
Infomail Zollfreie Nr. 24 vom 11. Februar 2004
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ)
Liebe ZollfreigegnerInnen,
so langsam beginnt der entscheidende Endspurt.
Die nächsten Aktionen werden auch davon abhängen, wie das morgige (12.02.) Gespräch in Bern verläuft. Sobald wir darüber Näheres wissen, werden wir es selbstverständlich in den Verteiler stellen.
Für morgen um 14.30 Uhr ist die Pressekonferenz des Baudepartements Basel angesetzt. Bis dahin werden wir also wohl weitere Informationen haben.
Unabhängig davon müssen wir weiter dran bleiben. Ein Entschluß in Bern für die Aufnahme der Neuverhandlungen bedeutet noch kein Moratorium beim Baubeginn. Dies wäre der nächste Schritt, den wir erreichen müssen. Dann müssen wir also den Druck auf deutscher Seite erhöhen. Weitere Briefaktionen sollten sich daher nach Berlin oder zum Regierungspräsidium Freiburg richten.
Es bleibt daher zunächst einmal bei den weiteren Terminen:
Donnerstag (12.02.) 20.00 Uhr gibt es im Tipi im Zollfrei-Camp einen Didgeridoo- und Trommelabend
Samstag (14.02.) von 10.00 bis 14.00 Uhr: Infostand am Lörracher Marktplatz (vor wildem Mann/am Stein) unter dem Motto "Vogel Schlipf brütet in Lörrach"
Es wäre schön, wenn hier viele von Euch zur Unterstützung kommen könnten. Nach der Erfahrung vom letzten Samstag ist hier viel Überzeugungsarbeit nötig, aber auch möglich. Da an diesem Vormittag auch das Regionalgespräch mit Raith, Dietz, Heute-Bluhm, Schneider und Martin Vosseler stattfinden soll, ist die Aktion auch ein Zeichen der Unterstützung. Wer von Euch noch weitere Ideen für den Infostand hat möge sich bitte rechtzeitig melden (entweder bei mir ( Michaela) oder bei Stefan) und es vor allem auch gleich selber organisieren.
Samstag (14.02.) ab 16.00 Uhr Zollfrei Z´Vieri mit Musik und Aktion
Sonntag (15.02.) ab 13.30 Vorbereitungstreffen für den Baumschutz
Sonntag (15.02.) ab 18.00 Uhr Protestfest im Zollfrei-Camp (oder Freudenfest ?)
Montag (16.02.) ab 06.00 Uhr Besetzung der Bäume und des umliegenden Geländes (falls noch notwendig)
Nochmal zur Erinnerung: bringt bitte alle etwas zum Essen und/oder Trinken mit, was wir miteinander teilen können (bei den Temperaturen wäre auch Suppe oder dergleichen sehr willkommen; es kann auch gegrillt werden !); auch für das Geschirr und Besteck sollte jede(r) für sich sorgen (und nochmal: bitte kein Plastikgeschirr).
An dieser Stelle möchte ich mich gerne auch bei Euch allen für Euren großartigen Einsatz bedanken - für unsere grenzüberschreitende Zusammenarbeit brauchen wir keine Straßen !!!
Liebe Grüße
Michaela
Infomail Zollfreie Nr. 23 vom 9. Februar 2004
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ)
Liebe ZollfreigegnerInnen,
inzwischen laufen die Planungen für die Besetzung auf Hochtouren. Dies ist auch nötig. Bereits gestern wurde ein Transportbus von einem geotechnischen Institut gesichtet. Offenbar wurden Baugrunduntersuchungen für die Behelfsbrücke vorgenommen. Nach bisheriger Planung soll am Montag, den 16.02.2004, mit der Fällung der 120 Bäume begonnen werden. Dies gilt es zu verhindern und dafür brauchen wir Euch alle !
Um unsere Kräfte hier optimal für den Baumschutz einzusetzen, sind am Sonntag einige Vorbereitungen erforderlich. Wir möchten daher alle, die sich am Baumschutz beteiligen wollen, bitten, am Sonntag, den 15.02.2004, um 13.30 Uhr ins Camp zu kommen. Wir werden euch dann in Gruppen einteilen, und in diesen Gruppen werden wir euch auf den entschlossenen, aber friedlichen Baumschutz vorbereiten.
Je nach Verlauf wird es vielleicht auch nicht so lang gehen. Solltet Ihr nicht so früh kommen können, heißt das natürlich nicht, daß Ihr nicht am Montag und vor allem auch an den Folgetagen (wir werden vielleicht einen langen Atem brauchen) noch zum Baumschutz eingesetzt werden könnt. Die Vorbereitung wäre aber schon wichtig, damit die Aktionen auch koordiniert sind. Die Aktionen selber sollen dann voraussichtlich am Montag, den 16.02.2004, ab 06.00 Uhr beginnen.
Zugleich startet am Sonntag ab 18.00 Uhr unser großes Protestfest. Bitte bringt alle etwas zu essen und/oder zu trinken mit und auch gleich das passende Geschirr. Wir möchten Euch bitten, keinerlei Plastikgeschirr mitzubringen, denn wir wollen das Camp nicht in eine Müllhalde verwandeln. Eine weitere Toilette wird es ab morgen wohl auch geben.
Wenn noch jemand von Euch Lust hat, auf dem Fest Musik zu machen, bitte einfach Instrument mitbringen, damit wir uns so richtig auf den Montag einstimmen können.
Wir wollen das nicht weiter organisieren, da die Planung des Baumschutzes vorgeht und vor allem die Campleute keine weiteren Planungen übernehmen können.
Dringend wird im Camp noch FEUERHOLZ gebraucht !! Leider hat es mit dem Frühling noch nicht geklappt und es stehen wieder ein paar frostige Tage und Nächte bevor.
Infomail Zollfreie Nr. 22 vom 8. Februar 2004
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ)
Liebe ZollfreigegnerInnen
Das Wochenende war wieder mal schön und intensiv. Am Samstag hat die Aktion in Lörrach viel Zuspruch und gute Diskussionen hervorgerufen. Am Nachmittag waren dann erneut ca. 200 Personen am Z'vieri anwesend. Wir haben bei dieser Gelegenheit drei Kirschbäume auf der ehemaligen Obstwiese gepflanzt. Alphornklänge begleiteten die feierliche Pflanzung. Am Sonntag hat das Klettern viele Kinder erfreut. Sie hingen und schwebten mit glänzenden Augen zwischen den Bäumen und genossen, trotz Wind, den Ausblick auf den Auenpark und das Camp.
Am Mittwoch gibt es um 20.00 Uhr Kammermusik im grossen Zelt! Es sind alle herzlich eingeladen!
Es wurde neu die IG Vogel Schlipf gegründet. Sie setzte sich für den Baumschutz ein. Es gibt bereits Unterstützung von verschiedenen Seiten, braucht aber noch weitere Hilfe. Bitte meldet Euch also bei Stephan, wenn Ihr noch irgendwie ab dem 16. Februar dabei sein könnt!
Infomail Zollfreie Nr. 21 vom 6. Februar 2004
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ)
Liebe ZollfreigegnerInnen
2000 Leute waren an der Demo, das ist ein riesen Erfolg! Die Stimmung war sehr gut und
motivierend. Vogel Schlipf und Pirolina tanzten und begrüssten. Anschliessend motivierende
politische Reden und zum Schluss Martin. Silvia Schenker berichtete, dass alle National-
und Ständeräte BS einen Brief an Bundesrat Leuenberger unterschrieben haben. Es kommt selten
vor, dass die politischen Lager von links bis rechts geeint sind!
Die Presse berichtet sicher ausführlich. Auch unter www.telebasel.ch
sind wieder mehrere Berichte zu finden. Unter www.baz.ch
kann und muss man abstimmen, ob der Bau der Zollfreistrasse verhindert werden soll.
Nach dem Zollfrei Z'vieri am Samstag (16.00; wir setzen Kirschbäume), gibt es auch am
Sonntag wieder eine Aktion. Ab 13.00 Uhr können Gross und Klein unter fachkundiger Anweisung
die Bäume erklettern und das Auengebiet somit von oben betrachten. Kommt alle und bringt
den CamperInnen eine Flasche Wasser mit!
Sibilla hat für sich beschlossen,
am 12. Februar zu fasten. Sie würde sich freuen, wenn einige mit ihr zusammen fasten und
den Tag verbringen würden. Wer gerne mitmachen möchte, soll sich bei ihr melden.
Infomail Zollfreie Nr. 20 vom 4. Februar 2004
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ)
Liebe ZollfreigegnerInnen
Morgen Donnerstag ist die Demo gegen den Bau der Zollfreistrasse (18.00 Marktplatz, Basel). Kommt alle und bringt Freunde mit! Wer Transparente halten kann, soll sich doch am Infostand melden, vielleicht braucht es noch Leute!
Vogel Schlipf ist zum Leben erwacht
Vogel Schlipf ist zum Leben erwacht und begleitet uns nun auf Schritt und Tritt durch unsere Aktionen. Eine Schar kunterbunter Vögel fliegt mit ihm zur Demo an den Marktplatz: Also, schnell aus den Federn und rein ins Kostüm! Kommt möglichst bunt und vogelhaft!!! (Wir haben bei der Polizei nachgefragt, ob diese vorfasnächtliche Verkleidungsaktion trotz dem Vermummungsverbot bei Demonstrationen erlaubt sei, und sie willigten ein.)
Campnews:
Bereits 27 Zelte werden gezählt. Das Zeltdorf wächst und wächst....
Bastelt mit an unserem Vogelpark
Vogel Schlipf braucht Nachwuchs: Bringt wetterfeste Vögel mit ins Zollfreicamp, um unsere Zeltstadt und die Umgebung zu beleben.
Zollfrei Z'vieri am 7. Februar
Wir treffen uns wieder um 16.00. Diesen Samstag setzen wir als Symbol für das Weitergedeihen dieses Ortes einen Kirschbaum. Im Frühling wird er blühen!
Folgende weiter Aktion ist geplant:
Motto: Unser Geld verschwindet unter Asphalt
Wann: Sa.7.2.04, 10-13 Uhr
Wo: Loerrach Alter Marktplatz Wilder Mann
Was: Auf kreisrunde Goldfolie wird in Zeitabstaenden Geld geworfen. Dieses Geld wird sofort mit heissem Asphalt uebergossen. Am Ende der Aktion verbleibt ein Goldasphalt-Teppich in dem das Geld begraben ist. Es soll damit verdeutlicht werden, wie unser Steuergeld sinnlos in Asphalt verbraten wird.
Es wäre wichtig, daß da noch einige dazustoßen, um beim Infostand zu helfen. Wer am Samstag kommen kann, melde sich bitte bei Uli oder Berthold.
Berthold meldet den Stand bei der Stadt an.
Wer sonst noch bei Aktionen (verschiedene Daten) mithelfen möchte, kann sich bei Rebekka melden.
Wir brauchen dringend noch Leute!
Infomail Zollfreie Nr. 19 vom 1. Februar 2004
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ)
Liebe ZollfreigegnerInnen
Am Z'vieri haben erneut weit über 100 Personen teilgenommen. Im Gemeinschaftszelt gab es ein grandioses Kuchenbuffet und die Camp-BewohnerInnen haben 27 l Wasser für warmen Tee erhitzt.
Nach dem Z'vieri trafen sich ca. 20 Personen um die weitere Planung zu besprechen. Es gibt nun eine Aktionsgruppe (Planung der weiteren Aktionen) und eine Informationsgruppe (Medienarbeit, Hintergrundarbeit, Politik, etc.). Damit diese Strukturierung weiter funktionniert, ist es wichtig, dass alle Aktionen, etc. zuerst intern kommuniziert werden. Für die Aktionsgruppe ist Rebekka Duss Ansprechperson, für die Informationsgruppe sind es Michaela Paul (Deutschland) und ich (Schweiz). Medienkontakte laufen auch über uns. E-mails bitte an uns persönlich schicken oder via RoZ@Auenpark.ch an uns weiterleiten lassen.
Die Koordination der Baumbesetzung übernimmt Stephan Lingenhel. Angehängt ist ein Talon. Ihr könnt uns damit mitteilen, wann und wie Ihr Euch engagieren könnt! Bitte füllt Ihn aus und gebt ihn auch an andere weiter. Danke!!
Der Ornithologe Jörg Hagmann hat erklärt, dass nirgends in der Umgebung so viele vom Aussterben bedrohte Vogelarten leben, wie am Schlipf. Um auf diese Vögel aufmerksam zu machen wird uns in nächster Zeit Vogel Schlipf durch unsere Aktionen begleiten (s. Terminplan). Auch das Camp soll voll von Vögeln sein! Bastelt alle Vögel und bringt sie ins Camp!!
An der Demo wollen wir den Marktplatz voller Vögel haben. Verkleidet Euch, bringt Fahnen mit Vögeln oder lasst Euch sonst etwas einfallen!
Die nächsten Aktions-Daten:
01. Februar: Strassentrasseemarkierung
05. Februar: Demo 18.00 Uhr Marktplatz Basel
07. Februar: Fussgängerzone Lörrach
12. Februar: Vogel Schlipf geht nach Bern
14. Februar: Infoveranstaltung Deutschland - Vogel Schlipf brütet in Lörrach 9-12 Uhr
15. Februar: Suppenhappening
16. Februar: Besetzung
Einen Bericht über den Fackelzug vom letzten Mittwoch ist bald auf der Homepage zu finden.
Das Dossier der Zollfreistrasse liegt in Bern im Moment bei Bundesrätin Calmy-Rey. Briefe an sie sind deshalb auch wichtig!
Natürlich braucht es für alle Aktionen Geld: Für Spenden sind wir immer dankbar.
Konto-Nr. 40-12626-4 (RoZ Regio ohne Zollfreistrasse, 4058 Basel)
Anhang:
- Flyer für Demo und Baumbesetzung
- Anmeldetalon für Baumbesetzung und weitere Engagements
Infomail Zollfreie Nr. 18 vom 29. Januar 2004
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ)
Liebe ZollfreigegnerInnen
Hier noch die Adresse von unserer Homepage: www.roz.auenpark.ch. Es sind weiter auch Mitteilungen auf den Seiten der Grünen Baselland und Basel-Stadt, sowie der Grünen Lörrach ( http://www.gruene.ch/bl/; http://www.gruene.ch/bs/; http://www.gruene-loerrach.de/)
Einige der E-mail-Adressen in meinem Verteiler sind fehlerhaft. Darunter sind auch Adressen, die ich über Euch bekommen habe. Fragt doch mal in Eurem Bekanntenkreis rum, wer noch kein E-mail bekommen hat, soll mir die Adresse nochmals neu angeben. Am Samstag werden wir auch eine Liste mit allen Adressen auflegen. Sie können dort überprüft und aktualisiert werden.
Wie gewohnt, treffen wir uns am Samstag um 16.00 an der Wiese. Wer mag, soll doch einen Kuchen mitbringen, damit wir ein richtiges Z'vieri machen können!!
Am Sonntag um 15.00 Uhr ist eine weitere Aktion geplant: Umweltschützer und Kinder werden die vom Fällen bedrohten Bäume schmücken. Ein Chor wird vor Ort ein Konzert geben, und Markus Ritter bietet Führungen durch die Auen an. Um 16.00 Uhr findet ein offenes Singen statt.
Zur Zollfreistrasse waren letzthin mehrere Artikel in den lokalen Tageszeitungen abgedruckt (Basler Zeitung, Badische Zeitung etc., vgl. auch unseren Medienspiegel). Manch einer wäre einige Leserbriefe von unserer Seite wert. Wir sollten auch in den Zeitungen mit Leserbriefen präsent sein!!
Ab morgen Freitag 17.00 Uhr sollten die Flyers für die Demo bei Anita Lachenmeier abholbar sein. Bitte meldet euch, wenn ihr mithelfen wollt, Werbung für die Demo zu machen (Kontakt: RoZ@Auenpark.ch). Der elektronische Flyer folgt etwas später!
Infomail Zollfreie Nr. 17 vom 26. Januar 2004
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ)
Liebe WiesenauenfreundInnen
Die Homepage der RoZ steht neu. Werft doch einen Blick drauf, es sieht toll aus. Einen Dank an Peter Frankenbach, Urs Bachmann und Con Döbeli.
Martin fastet weiter. Trotz der Aufforderung von Barbara Schneider, die Fastenaktion bis zum Gespräch mit Bundesrat Leuenberger zu unterbrechen, wird er die Aktion weiterführen. Das Gespräch mit den Regierungen hat noch nichts an der prekären Situation verändert und ausserdem sei es für ihn nicht nur ein politisches Druckmittel, sondern auch ein spirituelles Erlebnis.
Am letzten Samstag hat Martin dann auch unterstrichen, dass es hier nicht nur um dieses Gebiet geht, sondern, dass diese Zerstörung Teil der globalen Umweltzerstörung und Klimaveränderung ist. Es waren über 100 Personen anwesend und täglich gibt es mehr Besuch. Vor Ort werden die Leute aufgefordert, Briefe an Bundesrat Leuenberger zu schreiben; es sind schon über 200 zusammengekommen!
Am Mittwoch 28. 1. nach der Einwohnerratssitzung um ca 21:30 werden die Einwohnerräte und Einwohnerrätinnen der Grünen und der SP einen Fackelzug an die Wiese machen und dort zwei Transparente aufhängen. Alle sind herzlich eingeladen mitzukommen.
Infomail Zollfreie Nr. 16 vom 23. Januar 2004
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ)
Liebe ZollfreigegnerInnen
Der Verteiler hat sich in den letzten Tagen sprunghaft vergrössert, allen, die Adressen gesammelt haben, herzlichen Dank! Mit einer solchen Anzahl Adressen ist es sehr unpraktisch und auch etwas heikel, die Adressen offen im E-mail zu haben. Ich werde deshalb den Verteiler nun verbergen, wer Infos für alle hat, soll sie doch mir senden. Wer keine regelmässigen Info-mails mehr will, kann mich benachrichtigen.
Auch das Zollfrei-Camp hat sich schon vergrössert. Es sind mittlerweile acht Zelte vor Ort, die mehr oder weniger regelmässig bewohnt sind. Martin geht es gut und auch die allgemeine Stimmung ist, abgesehen von der Kälte und sonstigen Alltagsproblemen, gut.
Gestern war die Vorbereitungssitzung zur Demo vom 5. Februar, 18.00 auf dem Martkplatz in Basel. Es werden nun so schnell wie möglich Flyer gedruckt, sobald sie bereit stehen, geben wir hier bekannt, wo man sich einen Stapel holen kann. Am 5. Februar brauchen wir dann sicher no HelferInnen, die weiter Flyer verteilen oder sonst eine Aufgabe übernehmen können. Bitte reserviert Euch also das Datum!
Bis am 12. Februar ist es wichtig, dass Bundesrat Leuenberger möglichst viel Post von uns bekommt. Im Anhang ein weiterer Entwurf, der verwendet werden kann. Herr Leuenberger ist aber auch per E-mail erreichbar:
moritz.leuenberger@gs-uvek.admin.ch
Für die Baumaktion am 16. Februar sind wir am Planen. Es wird sicherlich ein Fest vom 15. auf den 16. geben. Wir erstellen nun eine Liste der Personen, die bereit sind, aktiv an dieser Aktion teilzunehmen. Wer dabei ist, soll sich doch bei mir melden und kurz sein Engagement beschreiben. Je mehr Leute den Baumfällern im Wege stehen, desto besser!
Im Falle, dass es eine kurzfristige Änderung des Datums gäbe, wollen wir eine Telephonliste erstellen, mit der wir in kurzer Zeit viele Leute direkt erreichen können. Wer also bereit und in der Lage ist, auch mal spontan an die Wiese zu kommen, soll mir doch seine Telephonnummer unter der er/sie am besten erreichbar ist, zukommen lassen.
Und zu guter Letzt, nicht vergessen: Wir treffen uns am Samstag um 16.00 zum Zollfrei Z'vieri an der Wiese.
23. Januar 2004
Liebe Wiesenauenfreunde,
Jsabella hat mich gebeten weiterzugeben, daß in der Nacht vom 15. auf den 16.02.2004, also der Nacht vor der Baumfällung eine mystische Nacht geplant ist, um eine positive, spürbare Energie zu erzeugen.
Dazu suchen wir einen oder eine Feuerspuckerin und eine Feuerdreherin, wie sie manchmal an Partys oder am Rheinbord sind. Wer kennt jemanden der dies kann ? Weitere Ideen sind erwünscht, mit der Bitte sich auch gleich darum zu kümmern. Eine kurze Rückmeldung wäre natürlich gut, damit wir die Ideen auch sammeln und weitergeben können.
Täglich kommen übrigens neue Leute an unser Wiesenzeltlager, viele wollen mitzelten, bis zu 50 Personen täglich kommen einfach als Besuch vorbei. Es wäre schön, wenn jedenfalls in der Nacht vom 15. auf den 16. viele von Euch noch mitzelten. Einzelheiten könne wir ansonsten noch morgen beim z´Vieri besprechen.
22. Januar 2004
Liebe Wiesenauenfreunde,
für die Zelte an der Wiese werden dringend säckeweise Holzspäne benötigt, um die Zelte am Boden abzudichten und vor der nächtlichen Kälte zu schützen. Wenn jemand von Euch Beziehungen hat, um jede Menge Holzspäne aufzutreiben, wäre das klasse.
Die Demo wird in Basel am 05.02.2004 um 18.00 Uhr stattfinden. Merkt Euch den Termin bitte schon mal vor. Nähere Infos folgen noch.
Und bitte denkt an die Briefe an Herrn Leuenberger !!!
Uns allen weiter viel Erfolg !
Riehener Schlipf, 19. Januar 2004
Liebe Freundinnen und Freunde des Auenparkes
Es brennt am Schlipf. Höchste Zeit also das weitere Vorgehen zu planen. Wir treffen uns am 22.01. um 18.00 Uhr im Restaurant Zum Rebhaus, Riehentorstrasse 11, 4058 Basel.
Martin Vosseler hat am Samstag mit seinem Hungerstreik begonnen, wir hoffen, dass die Zuständigen seine Gesundheit nicht ernsthaft gefährden.
Die Zeit für eine Besetzung ist reif. Um die Menschen darauf aufmerksam zu machen, soll am 5. Februar auf dem Marktplatz eine Demo stattfinden.
Wir möchten unsere Aufforderung zum Widerstand auf dem Netz, vor der Uni, in jedem Kino, der Manor, der Konditorei Bachmann, der Kaserne, an jedem schwarzen Brett in der Stadt, auf jedem Velogepäckträger u.s.w. sehen.
Dazu braucht es einige, die mitmachen. Ich verspreche euch, sich für den letzten Auenwald in Basel einzusetzen, macht Spass. Wir werden viel zusammen lachen und wir werden gewinnen!
Barbara Schneider trifft sich am 12. Februar mit Bundesrat Leuenberger. Ausserdem soll fast die ganze Bevölkerung des Kantons Basel-Stadt und ein Grossteil der Region einen Brief oder ein E-Mail an Bundesrat Leuenberger senden.
Am 16. Februar möchten die Bauherren mit der Baumfällung beginnen. Dies gilt es um jeden Preis zu verhindern!
Einige von euch haben versprochen, einen Brief an die Mitglieder zu senden. Alle anderen Organisationen bitten wir, dies nun zu tun, denn gemeinsam sind wir stark. Das haben wir hier in der Region schon einmal bewiesen.
Meine Bitte gilt auch den Baselbieter Umweltorganisationen, bitte kommt nach Riehen, helft uns!
Das Verhindern der Zollfreistrasse muss in den nächsten Wochen prioritär sein. Wir alle haben schon so viel Kraft, aber auch Geld investiert. Nur ein enormer Widerstand kann diese blödsinnige Strasse noch verhindern.
Am 15. Februar 2004, in der Nacht vor dem geplanten Baumgemetzel, werden wir zusammen eine positive Energie erzeugen, die spürbar ist.
19. Januar 2004
Liebe ZollfreigegnerInnen
Hier die neusten News:
Montag 19. Januar
Gegen acht kam heute der erste Wagen von den Gaswerken vorbei. Der verschwand dann wieder. Wir sind aber dann rüber auf die andere Seite der Wiese, wo die Arbeiten ausgeführt werden. Gegen viertel vor zehn kam ein ganzer Tross mit Aktentaschen. Angeführt von einem Herrn Schmidt, dem stellvertretenden Referatsleiter Planung aus Bad Säckingen. Er ist für die Ausschreibung und Ausführung des Projektes verantwortlich. Nachdem dann dort die Abnahme der Baumaßnahme stattfand, kamen die Herren dann noch zu einem Gespräch zu uns. Das ganze läuft unter der Planung von Säckingen. Auf eine inhaltliche Diskussion ließ sich Herr Schmidt nur sehr begrenzt ein. Es wohl nun eine aktuelle Kostenplanung, da diese Kosten in den Haushalt eingestellt werden mußten. Zahlen wollte er uns nicht geben. Für die jetzige Baumaßnahme werden keine Bäume gefällt.
Gegen viertel vor elf sind die Herren dann wieder abgezogen. Waren etwa zehn Leute. Michaela hat das ganze auch mit der Videokamera ein wenig festgehalten. Von uns waren zuletzt etwa 15 Personen da.
Brief an Bundesrat Leuenberger
Damit Bundesrat Leuenberger schon vor dem Gespräch mit der Regierung BS den Protest gegen die Strasse spürt, soll er möglichst viele Briefe bekommen. Jeder und jede kann einen persönlichen Brief schreiben, für diejenigen mit weniger Zeit hänge ich ein Beispiel, das weiterverwendet werden kann, an. Dort ist auch die Adresse enthalten.
Demo/Vorbereitungssitzung
Am 5. Februar soll auf dem Martkplatz eine Demo gegen den Bau der Zollfreistrasse stattfinden. Reserviert Euch das Datum!!
Zur Vorbereitung laden wir Umwelt- und andere Organisationen aus der Region zu einer Sitzung am 22. Januar ein. Im Anhang findet Ihr die Einladung. Die Organisationen in diesem Verteiler (Grüne, RoZ, etc.) sollen sie doch bitte weiterleiten!
Gespräch Leuenberger
Am 12. Februar wird Regierungsrätin Barbara Schneider bei Herrn Leuenberger in Bern vorsprechen.
Baumfällung
Am 16. Februar soll mit der Fällung von 120 Bäumen begonnen werden.
(Ich übernehme keine Garantie für diese Daten!)
Geburtstagsparty
Von dem Artikel in der Lörracher Sonntagszeitung über Martins Fastenaktion zugunsten der Rettung der Wieselandschaft fühlte sich Sofia Danieli aus Lörrach-Stetten animiert, bei ihm ihren 40. Geburtstag zu feiern. Sie hat das mit ihm abgesprochen. Die Party findet nächsten Donnerstag, 22. Januar 2004, von 16 bis 20 Uhr statt. Es sind alle dazu einzuladen, seien sie ihr auch unbekannt. Sehr gerne sind auch Kinder willkommen, Sofia wird voraussichtlich für diese und ihre eigenen einen Pavillon aufstellen. Wer kommen mag, möge etwas zu Trinken und zu Essen mitbringen.
Infomail Zollfrei Z'vieri Nr. 15 vom 18. Januar 2004
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ)
Liebe ZollfreigegnerInnen
Gestern fand das erste Zollfrei Z'vieri im 2004 statt. Martin Vosseler hat sein Zelt an der Wiese aufgeschlagen und wird dort bis zu einem verbindlichen Fäll- und Baustop fasten. TeleBasel berichtet regelmässig, die Sendungen können auch unter www.telebasel.ch angeschaut werden.
Heute hat mit Kirchenratspräsident Geortg Vischer und Mitgliedern des Basler Stadtposaunenchors eine Andacht vor Ort stattgefunden. Es waren ca. 50 Personen anwesend.
Morgen nun soll, nach Auskunft des Strassenbauamtes Bad Säckingen, die Sicherung einer Gasleitung beginnen, die die Freilegung der ganzen Leitung erfordert. Dies kann als indirekter Baubeginn der Zollfreistrasse betrachtet werden. Wir wollen deshalb anwesend sein: Um 9:00 Uhr trifft man sich dort, um mit Bauarbeitern ins Gespräch zu kommen und Präsenz und Widerstand zu zeigen.
Es ist gut, wenn möglichst viele morgen dort vorbeigehen!
Es soll nun auch jede Woche wieder ein Zollfrei Z'vieri stattfinden. Wir treffen uns weiterhin jeden Samstag um 16.00 an der Wiese. Es wird in dieser Zeit für die Moral und als Symbol wichtig sein, dass viele ans Z'vieri kommen!!!Die nächsten Wochen werden entscheidend sein!
Das Thema soll nun möglichst publik werden, deshalb: Freunden weitererzählen, Bekannte mitnehmen, E-mail-Adressen von Interessierten an mich weiterleiten, etc. Das ganz persönliche Engagement von jedem und jeder ist nun gefragt. Martin macht es uns vor!
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